Jan Rouven live im Phantasialand

Magier und Mentalist Jan Rouven in „Sieben“

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Wer in diesem Sommer das „Phantasialand“ in Brühl (nahe Köln) besucht, der wird nicht nur die vielen Fahrgeschäfte beeindruckend finden, auch die dort dargebotenen Shows sind stets etwas Besonderes. So tritt in diesem Jahr kein geringerer als der, durch die Pro 7 Show „The next Uri Geller“ bekannte Magier und Mentalist Jan Rouven auf. Dreimal täglich füllt er die zahlreichen Plätze des „Wintergartens“, einem großen Theater im historisch nachgebildeten „Berlin“.

Wer sich in Jan Rouvens „Schloss“ begibt, der sollte nicht schreckhaft und auf alles gefasst sein.

Seine 45minütige Show „Sieben“ wird auch erst für Kinder ab 12 Jahren empfohlen. Nicht, dass es blutrünstig oder gewalttätig zugehen würde, doch eine mysteriöse Reise in die Vergangenheit steht den Besuchern bevor, die auch für Spannung und Faszination sorgt.

Das eindrucksvoll gestaltete Bühnenbild zeigt, auf zwei Ebenen, das Inventar eines herrschaftlichen Schlosses. Eine furchteinflößende Stimme warnt die Zuschauer noch, sich entsprechend an alle vorgegebenen Regeln zu halten, damit der Besuch auch ohne „Komplikationen“ vonstatten gehe…

 

Jan Rouven betritt die Bühne und die eigentliche Geschichte kann beginnen. Erzählt wird sie zuerst von einer eingespielten Stimme (auch diese stammt von Rouven): Die Rahmenhandlung besagt, dass einst zwei Brüder lebten, der eine gut, der andere weihte sich den Mächten der Dunkelheit.

Als „guter Bruder“ beginnt Jan Rouven in den Aufzeichnungen seines Bruders zu lesen und erfährt, dass dieser Jungfrauen in sein Schloss einlud und deren Seelen raubte, um selbst ewig zu leben. In die Vergangenheit zurückversetzt, schlüpft Rouven nun in diesem Rückblick selbst in die Rolle des „bösen Bruders“ und dessen Gräueltaten werden ab sofort eindrucksvoll den Zuschauern dargeboten – 7 an der Zahl:

 

In der Mitte der Bühne wird ein großer Käfig (zuvor durch ein großes Tuch verhüllt) offenbart. Darin 6 junge Frauen, gekleidet im Stil des 19. Jahrhunderts. Ein guter Effekt ist durchaus ist die Entfernung des Käfigs von der Bühne. Sobald der Käfig in die Luft gezogen wird, bleiben die Kleider der Damen im Käfig hängen und die Assistentinnen Rouvens stehen nur noch in einer Art weißen Nachthemd bekleidet da, was für die weiteren Showacts natürlich wesentlich praktischer ist als die imposanten Kleider.

Die weitere Show folgt einem festen Prinzip: Sechs diamantähnliche, roséfarbene Steine werden nach und nach von den Assistentinnen an eine schwarze Wand, im Torbogen des Schlosses, befestigt. Wird ein Stein an die Wand gehängt, folgt danach ein Showact Jan Rouvens. Dazu gehören u.a. Der Klassiker „die schwebende Jungfrau“, die etwas modernisiert und effektvoller dargestellt wurde. Oder die Assistentinnen werden teilweise in kleine Glaskästen gesperrt, die mit Schwertern oder brennenden Speeren durchbohrt werden, bis die Dame dann am Ende verschwunden ist und wie von Geisterhand Rouven im Kasten, bzw. Auch im Publikum, zum Erstaunen aller, auftaucht.

Das Highlight der Show ist eindeutig der letzte Programmpunkt, bei dem Jan Rouven von einem überdimensional großen Bohrer durchbohrt und unter die Decke gehoben wird. Sein Oberkörper wurde komplett vom Bohrer durchdrungen und es ist großes Rätselraten bei den Zuschauern angesagt, wie diese Illusion wohl funktioniert. Doch glücklicherweise ist Rouven auch nach dieser Nummer unbeschadet und kann auch den tosenden Applaus, der im Anschluss an seine Show folgt, genießen!

Wer Rouven aus „The next Uri Geller“ noch kennt der weiß, dass er oftmals für seine gefährlichen und spektakulären Showacts das Publikum und auch Uri Geller selbst spaltete. Er interagiert in der Show „Sieben“ eher selten mit dem Publikum, was jedoch nicht negativ zu deuten ist. Einmal holt er eine Dame auf die Bühne und somit auch in sein „Schloss“ – diese wird durch die Kraft der Gedanken von Rouven beeinflusst, obwohl sie scheinbar völlig frei auf seine gestellten Fragen antwortet. Doch alle Antworten befinden sich bereits in einem Kästchen, welches von Anfang der Show an über den Köpfen der Zuschauer schwebt und in dem eine Schriftrolle mit den Antworten verwahrt ist. Die Macht des „freien Willens“ wird hier wieder angezweifelt und macht doch nachdenklich.

Insgesamt ist „Sieben“ eine sehenswerte Show – 45 Minuten Unterhaltung auf höchstem Niveau. Jan Rouven wird seinem Ruf, einer der spektakulärsten Magier, Illusionisten und Mentalisten zu sein, wahrlich gerecht!

 

Versäumen Sie nicht „Sieben“ anzusehen und statten sie dem „Phantasialand“ sowie Jan Rouven doch mal einen Besuch ab – Sie werden sehen: Es lohnt sich!!

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.janrouven.com

www.phantasialand.de

 

Bericht: Franziska Maier

Fotos: Jan Rouven

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)