Voca People live

„Musik ist Leben und Leben ist Musik“ – die Voca People live in der Stuttgarter Liederhalle

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Sie sind gelandet – acht skurrile Gestalten, allesamt weiß gekleidet, haarlos und mit roten Lippen – Markenzeichen: Die Musik ist ihr Leben! Sie stammen vom Planet VOCA und sind auf der Suche nach musikalischer Inspiration, diese gibt ihnen die nötige Energie, damit sie mit ihrem Raumschiff weiterziehen können. Wer auf die außergewöhnlichen Persönlichkeiten trifft, braucht allerdings keine Angst zu haben, sie möchten nur eines: Singen!

Die Voca People sind etwas völlig Neuartiges auf dem Musikmarkt. 2009 gründete der israelische Produzent und Comedian Lior Kalfo das achtköpfige Ensemble, welches durch A-Capella Gesang, Beat-Box Kunst sowie Comedy besticht. Musikproduzent und Komponist Shai Fishman konzipierte zusammen mit Kalfo das Programm der Voca People – anders sein als die anderen lautet deren Devise. Und das Konzept ging auf! So wird nicht verraten, wer hinter den Masken steckt. Die Vocas stellen sich nur in ihren Bühnenrollen, die auch gleichzeitig ihre Funktion erklären, vor. So gibt es drei Damen, die da heißen: Alto, Mezzo und Soprana. Ihnen gegenüber stehen die drei Sänger: Tubas, Bari-Tone und Tenoro. Captain der Kombo ist Beat On, der natürlich bei den Liedern für den nötigen Rhythmus sorgt, dazu sein bester Freund Scratcher, der gleichzeitig die Kunst der Übersetzung beherrscht und mit den Erdlingen in einem Mix aus Englisch, ein wenig Deutsch und natürlich Voca-isch kommuniziert und somit für einige Lacher sorgt. Jeder der acht Sängerinnen und Sänger verkörpert ein spezielles Rollenprofil, so sind Mezzo und Tubas ein Paar und wenn es der stimmgewaltige Bass wagt, nach einer Erdlingsfrau Ausschau zu halten, kann Mezzo auch zur Furie werden.

Zu Beginn der Show findet eine erste Annäherung der Voca People mit den Erdlingen statt. Langsam sehen sie sich die Gesichter an und erschrecken dabei über die Andersartigkeit, die ihnen entgegenschlägt. Doch nach dem ersten Schock ergreift Scratcher die Initiative und bittet einen Erdling zu sich, um dessen Hand zu nehmen und mehr über die musikalische Kultur der Erde zu erfahren. Prompt werden alle Vocas davon inspiriert und sie singen ein Medley der Musikgeschichte in nur 5 Minuten – darunter Titel wie „Ameno“, „Mr. Sandman“, „Tutti Frutti“, „Holiday“ oder „Billie Jean“, mit Michael Jacksons Moonwalk.

Die Erde scheint den Voca People zu gefallen, daher suchen sie nun verstärkt nach Kontakt und verlassen ihre sichere Bühne, um weitere Erdlinge aufzusuchen. Wer bei der Show also denkt, er sei im Zuschauerbereich sicher und könne gemütlich ein Konzert genießen, der irrt sich. Hier kann jeder zum Protagonisten der Show werden. Und genau diese Interaktion mit dem Publikum bringt Leben und vor allem Humor in die Show, die in fünf musikalische Blöcke gegliedert ist. Nachdem die Musikgeschichte abgedeckt wurde, folgen nun die größten Filmhits, so u.a. „James Bond Theme“, „Pink Panther“ oder natürlich „Titanic“ – die Lieder werden nur angesungen und auf die besondere Art und Weise der Voca People interpretiert. Manchmal auch etwas skurril, doch immer harmonisch und beeindruckend.

Dass die männlichen Vocas sehr von den weiblichen Erdlingen angezogen werden, zeigt der Showblock „Die Voca Jungs sind verliebt“. Ein „Opfer“ aus dem Publikum wird auf die Bühne gebeten und von allen Herren angesungen, jeder versucht zu überzeugen und die Gunst der Erdlingsfrau zu gewinnen, da scheuen sich die Voca Herren auch nicht vor Liedern wie „Can`t take my eyes off you“, „Careless whisper“ oder „Sex Bomb“. Die Voca Mädchen lassen sich das Balzen der Jungs nicht gefallen und rufen zur Revanche auf: „Die Voca Mädchen auf der Jagd“ und sie finden auch ihre passenden Erdlinge, die sie musikalisch verführen mit „Lollipop“, „I will always love you“ oder „Big spender“.

Doch bei all dem Spaß, den die Vocas mit den Erdlingen haben – sie müssen auch wieder zurück zu ihrem Planeten, doch das erreichen sie nur, wenn ihr Energiegerät genügend Energia hat. Durch den Gesang luden sie diese Maschine auf, doch ein unvorhergesehener Zufall sorgt dafür, dass sie wieder bei null angelangt sind: Der Captain hat keinen Beat mehr und fällt um. Leblos leigt er auf dem Boden und nicht einmal die gesammelte Energie kann ihn wiederbeleben. Nur der Gesang seiner Crew! Doch nachdem Beat On wiederhergestellt ist, fehlt Energia und somit kann nur die Musik helfen, um wieder nach Hause zu kommen.

Ein Medley der klassischen Musik darf nicht fehlen und hier zeigen die Voca People, dass sie auch diese Sparte meistern können und dass hinter den weißen Masken gut ausgebildete Sängerinnen und Sänger stecken.

Natürlich schaffen es die Vocas am Ende, dass sie ihre Energiereserven wieder aufgefüllt haben und als Dank für alle Erdlinge, die sie dabei unterstützen, singen sie noch ein ganz besonderes deutsches Medley, bestehend aus Schlagern wie „Dschinghis Khan“, „Phänomen“ oder „Ein Stern, der deinen Namen trägt“!

Nach rund 1,5 Stunden, ohne Pause, ist Schluss. Für manche Zuschauer, der beinahe ausverkauften Liederhalle doch etwas überraschend, aber andererseits auch verständlich. Denn was die Damen und Herren der Voca People leisten, ist harte Arbeit. Würde man die Show in zwei Akte unterteilen, wäre die Handlung unterbrochen und der Schwung würde verlorengehen. Somit ist die Show kurzweilig und unterhaltsam – für Jung und Alt.

Dank ihrem großen Auftritt in der ZDF Show „Wetten, dass…?!“ bei Markus Lanz wurden noch viel mehr Menschen auf das achtköpfige A-Capella Ensemble aufmerksam und das Phänomen Voca People hat bereits jetzt schon viele Länder der Welt im Sturm erobert. Ob Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Deutschland oder sogar die USA – die Voca People landen überall mit ihrem Raumschiff und bezaubern mit ihrer ganz persönlichen Note die Zuschauer weltweit!

Weitere Infos erhalten Sie unter:

www.voca-people.de

Bericht: Franziska Maier

Fotos: voca-people.d

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)