Zimt und Zauber

Zimt & Zauber – „Ein artistisches Geburtstagsfest“

maxresdefault (1)

Der Zirkus ist in der Stadt – genauer gesagt im Friedrichsbau Varieté Stuttgart. Denn hier gastieren aktuell nicht nur die blutsaugenden Vampire – wenn diese Sonntagnachmittags schlafen, sorgt das bunte Treiben eines Zirkus für Aufsehen! Genauer gesagt öffnet der „Circus Helene“, mit all seinen Tieren, Akrobaten und Clowns seine Pforten für Jung und Alt. Star des Ensembles ist allerdings Zauberkünstlerin Pimparella Schneider, die mit dem Zirkusdirektor verheiratet ist und ein ganz besonderes Jubiläum feiert – ihren 50. Geburtstag! Doch welches Geschenk mag ihr Gatte wohl für sie bereit halten?! Als sich herausstellt, dass dieser ihren so wertvollen Ehrentag vergessen hat, steht für Pimparella fest, dass sie den Zirkus schlagartig verlassen und damit ihren Mann im Stich lassen wird. Und nicht nur diesen – die Zuschauer sind schon alle vor Ort und warten auf eine beeindruckende Show. Doch können die Clowns, Akrobaten oder Fabelwesen die Veranstaltung retten und wird Pimparella zurückkommen?

Jedes Jahr im Herbst veranstaltet das Friedrichsbau Varieté die Sondershow „Zimt & Zauber“, ein Kindervarieté. 2013 treten wieder zahlreiche junge Talente auf, die mit ihrem großen Potential und ihrer Vielfalt begeistern. Die Stuttgarter Zirkusschulen und Zirkusgruppen der Stuttgarter Jugendgesellschaft  fördern diese Nachwuchstalente und bieten ihnen die Möglichkeit an, ihr Können auch live vor großem Publikum zu demonstrieren. In Thomas Schäberles und Alexander Geigers Inszenierung des „artistischen Geburtstagsfests“ kommt niemals Langeweile auf. Bereits in der Eröffnungsszene begrüßen fünf weibliche Clowns die Zuschauer – dabei darf die nötige Portion Komik und Humor natürlich nicht fehlen!

Der Zirkus ist in Stuttgart angekommen – Zeit für alle Beteiligten, diesen auch aufzubauen. Und so wird man Zeuge dieses geschäftigen Treibens, welches bereits erste akrobatische Elemente enthält. So wird mit Keulen und Bällen jongliert, die Leiter dient nicht nur zum Hinaufklettern, sondern um Kunststücke vorzuführen und die einzelnen Protagonisten der Show werden bereits eingeführt.

Die eigentliche Spielhandlung beginnt nach dieser Ensembleszene – im Mittelpunkt steht die „Zirkusdiva Pimparella“ sowie ihr Gatte „Alfredo“ – der vergessene Geburtstag stellt sozusagen die Rahmenhandlung des Stückes dar und obwohl es sich um ein alltägliches Geschehen handelt, wird eindrucksvoll gezeigt, wie dieser eine Faux-pas einen ganzen Zirkus beeinträchtigen kann. Die Schauspielszenen werden jedoch insgesamt relativ kurz gehalten, so stehen mehr die temporeichen Artistennummern oder die Komik im Vordergrund. Ob eine Jonglage mit Äpfeln, einem Ensemble, das hinter einer großen Schüssel Pudding her ist und dabei gekonnt Kunststücke wie Handstand oder Salto auf dem Küchentisch absolviert, „Pudel“, die auf dem Einrad fahren oder Clowns, die in ihrer Verzweiflung versuchen, eine Hypnosenummer zu vollführen. Die Show ist kurzweilig und sorgt für gute Laune! Auch klassische Akrobatik, wie Trapezkunst oder das Vertikaltuch kommen nicht zu kurz und lassen die Zuschauer staunen über die Kraft, Anmut und vor allem die große Bühnenpräsenz der Kinder und Jugendlichen. Dabei sieht alles stets so einfach aus – doch dass ein großes Maß an Disziplin und Training im Vorfeld erforderlich ist, dürfte jedem Gast der Vorstellung klar werden. Die jungen Talente stehen den Profis, die allabendlich auf der Bühne des Friedrichsbaus stehen, in nichts nach! Und besonders schön ist die Spielfreude, die sie an den Tag legen – das Glänzen in den Augen der Kinder, die großen Applaus für das Dargebotene ernten, ist im wahrsten Sinne des Wortes ihr „Brot“, für das es sich lohnt zu trainieren und zu üben. Eines ist sicher – diese Jugendlichen werden wir auch später noch häufig auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ sehen! Und dass es am Ende noch ein Happy End für Pimparella, Alfredo sowie den gesamten Zirkus gibt, dürfte doch jedem klar sein.

Spieltermine sowie Tickets unter:

www.friedrichsbau.de

Bericht: Franziska Maier

Fotos: L-Bank /KD Busch

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)