Helene Fischer live

7ozevoss

Schlagerstar Helene Fischer live in Concert in der Stuttgarter Schleyerhalle

„DU bist ein Phänomen“ – Die Erfolgsstory der Helene Fischer nimmt kein Ende

Die Erfolgsstory nimmt kein Ende – Helene Fischer wurde mittlerweile zum besten Beispiel, dass es auch heutzutage, mit deutschsprachiger Musik und in Zeiten ohne die legendäre „Hitparade“, möglich ist, zum Star zu werden. Wer noch vor wenigen Jahren sagte, dass er gerne Schlager höre oder sogar deutschen Schlager singe, der wurde von den meisten Mitmenschen nur belächelt. Doch im Jahr 2013 ist die Schlagermusik so populär wie selten zuvor! Und das hat das Genre vor allem einer Frau zu verdanken, die mit ihrer einzigartigen Stimme und ihrem großen Talent die Massen seit Jahren verzaubert: Helene Fischer!

Die 1984 in Sibirien geborene Fischer wuchs als Tochter eines Sportlehrers sowie einer Ingenieurin noch in Russland auf. Vier Jahre später jedoch siedelten ihre Eltern nach Rheinland-Pfalz um und seither lebt Helene Fischer in Deutschland. Hier absolvierte sie auch ihren Realschulabschluss und besuchte im Anschluss die Stage & Music School in Frankfurt am Main. Die Liebe zur Musik zeigte sich auch damals schon in ihrer Berufswahl – Helene Fischer wollte als Musicaldarstellerin die Menschen verzaubern. Als ihre Mutter ein Demo an Künstlermanager Uwe Kanthak schickte, wurde der Traum vieler Sängerinnen wahr. Helene Fischer erhielt einen Plattenvertrag und trat im Jahr 2005 das erste Mal in einer großen TV Show auf, dem „Hochzeitsfest der Volksmusik“. Damals wurde der Grundstein für eine märchenhafte Karriere gelegt und obwohl Fischer nach eigenen Aussagen die berühmte „Ochsentour“ hinter sich hat, die sie von Auftritt zu Auftritt führte und das bei kleinen Feiern, Stadtfesten und Co., gab sie ihren Traum nicht auf – sie wollte die ganz große Bühne erobern! Und mit viel Fleiß und harter Arbeit sowie dem gewissen „Quäntchen Glück“, avancierte Fischer in nur 8 Jahren zu der bekanntesten Sängerin Deutschlands. Sie erhielt sechs mal den „Echo“, vier mal die „Goldene Henne“, einmal die „Goldene Kamera“ sowie vier mal die „Krone der Volksmusik“. Allein ihr 2011 erschienenes Album „Für einen Tag“ verkaufte sich über 735 000 mal und führte wochenlang die Spitze der Charts an. So schaffte Fischer das, was vor ihr kaum einer für möglich hielt. Internationale Größen fielen hinter Helene Fischer verkaufstechnisch ab!

Dass auch in diesem Jahr die RTL Show „Deutschland sucht den Superstar“ vom „Schlagerboom“ profitierte, war deutlich zu merken – nicht zuletzt, weil die Siegerin der Sendung, Schweizerin Beatrice Egli, stets gerne auf Titel von Helene Fischer zugriff.

Der Hype reißt nicht ab und so war es nicht verwunderlich, dass rund 10 000 Fans die Bruthitze der Stuttgarter Schleyerhalle am 17.06.13 nicht scheuten und obwohl Freibad oder Biergarten sicherlich verlockend gewesen wären, fanden sie doch alle den Weg zu „ihrer“ Helene!

Mit Prospekten und Fächer wedelnd, versuchte man, die nach wenigen Minuten bereits verbrauchte Luft zu bewegen. Für Helene Fischer war diese riesige „Sauna“, wie sie die Situation im Saal nannte, selbst neu, jedoch würden die vielen wedelnden Leute einen „tollen Anblick bieten“!

Doch bevor die Schlagerkönigin die Bühne betrat, sorgte punkt 19.30 Uhr die Vorgruppe Santiano aus dem hohen Norden für Stimmung. Die Herren von der Waterkant heizten die warme Schleyerhalle mit ihrem rund 30minütigen Programm noch stärker auf und es war dem Publikum nicht zu verdenken, dass es nicht bei jedem Titel begeistert mitklatschte – jede Bewegung ist in solch einer Hitze zuviel!

Allerdings sah das eine Stunde später völlig anders aus, als Helene Fischer an großen Luftballons von der Decke schwebte und mit „Let me entertain you“ das Motto des Abends singend preisgab. Umgeben von gewaltigen Videoleinwänden, die stimmungsvolle Hintergründe zu den Liedern zauberten sowie einer großen Band mit internationalen Sängerinnen und Tänzern, holte Fischer nun das im November, aufgrund von Krankheit, ausgefallene Konzert nach. Dabei folgte Hit an Hit und Helene Fischer demonstrierte wieder einmal eindrucksvoll, wie vielseitig sie doch ist. Ob bei ihren eigenen Titeln, einem großen Schlager Medley der 70er Jahre, inklusive „Griechischer Wein“, „Er gehört zu mir“, „Volare“ oder nicht zuletzt „Die Biene Maja“ oder bei Songs aus dem Popgenre – es gibt keine Herausforderung, die für Helene Fischer zu groß wäre. So werden auch immer Musicalsongs in ihren Konzerten integriert – dieses mal eine Hommage an „Sister Act“, bei der Fischer überdimensional groß auf der Leinwand mit Afrolook erschien und dem Schlager huldigte oder bei „Somewhere“ aus „West side story“. Auch Santiano durften erneut die Bühne mit ihrer „St. Helena“ teilen und sangen mit ihr gemeinsam vor der Kulisse eines riesigen Meeres. Für die Fans gab es sogar einen ganz besonderen „Leckerbissen“, Helene Fischer stellte einen Song von ihrem neuen, noch unveröffentlichten Album vor: Te quiero – passend zu den sommerlichen Temperaturen!

Dass nicht nur Helene Fischers Stimme ein Highlight ist, sondern auch ihre Outfits, dürfte besonders die Männer im Saal erfreut haben. Ob Sommerkleid im Stil der 70er Jahre, ein freizügiger weißer Overall oder ein neckischer schwarzer Hosenanzug, vorne gediegen und auf der Rückseite nur mit Glitzerhöschen, bzw. ein fleischfarbener Anzug – bis zum Abendkleid mit mega Ausschnitt – alle gewählten Kleidungsstücke passen zu Fischers Stil und es wirkt stets edel und niemals übertrieben. Und genau so ist der Star Helene Fischer auch in all den Jahren nicht geworden – Starallüren sind ihr fremd, bodenständig und bescheiden, das ist trotz des großen Erfolges ihre Devise!  Und die Fans schätzen diese Eigenschaften sehr. Spätestens am Ende des Konzertes, als Fischer plötzlich auf einer kleinen Bühne mitten im Saal auftauchte und nur vom Klavier begleitet ihr Dankeschön an die Fans „Du lässt mich sein wie ich bin“ anstimmte, gab es für die vielen Zuschauer kein Halten mehr. Standing Ovations und das bis zum Ende des rund 2stündigen Konzertes, dazu Geschenke, „Helene“ Rufe und Jubel, der nicht mehr enden wollte. Auch nach dem offiziellen Finale, das mit allerlei Feuerwerk einen gelungenen Abend quittierte, blieben viele noch im heißen Saal und hofften auf eine weitere Zugabe.

Helene Fischer hat das geschafft, was vielen Sängerinnen vor ihr niemals gelungen ist – sie ist eine begnadete Entertainerin, die nicht nur als Schlagersängerin abgestempelt werden kann, sondern ihre Vielseitigkeit immer wieder neu unter Beweis stellt. Ob als Schauspielerin im „Traumschiff“, als Moderatorin ihrer eigenen „Helene Fischer Show“ oder natürlich als Sängerin. Alle Facetten verkörpert sie „100 Prozent“ – kein Wunder, dass sie somit ein wahres Phänomen der Branche darstellt und die Menschen ihr ihren Fleiß und Enthusiasmus auf diese Art danken!

Bericht und Fotos: Franziska Maier

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)