Interview mit Axel Weidemann

Interview mit Axel Weidemann

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1. Axel, aktuell spielst du in der Komödie im Marquardt bei „Dinner für Spinner“ mit. Was erwartet denn die Zuschauer, die sich hierfür Karten kaufen?

AW: „Dinner für Spinner“ ist eine wunderbare französische Boulevardkomödie, die wirklich sehr witzig ist. Seit langem spielte ich schon nicht mehr in solch einem humorvollen Stück und lustigen mit. Die Dialoge sind ebenso sehr lustig. Hier ein paar Worte zum Inhalt: Ein reicher Verleger und seine Freunde veranstalten jede Woche ein Dinner, wo jeder den größten Idioten, den er finden kann, mitbringen soll. Wer den größten Spinner findet, bekommt den Preis. Nun wird aber diese Woche das Dinner abgesagt, da der Verleger einen Hexenschuss hat. Dieser kennt mich (ich spiele den Spinner)aber nicht, er hat mich nur von einem Freund empfohlen bekommen und will mich zu einem Getränk einladen, um mich kennenzulernen. Ich bin da und bekomme zufällig mit, wie seine Frau ihmmitteilt, dass sie ihn verlassen wird. Daraufhin versuche ich zu helfen und schaffe es, in den nächsten zwei Stunden, sein Leben komplett zu ruinieren. Je mehr ich helfen will, desto schlimmer wird es. Das Stück kommt sehr gut bei den Zuschauern an und wir haben alle sehr viel Spaß es zu spielen.

2. „Dinner für Spinner“ ist nicht dein erstes Engagement bei der Komödie im Marquardt. Du warst bereits in weiteren Produktionen, wie z.B. „Im weißen Rössl“ oder „Ein Heimspiel“ zu sehen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Schauspielbühnen?

AW: Ich spielte unter der Leitung von Manfred Langer am Grenzlandtheater Aachen in mehreren Produktionen und als er vor zwei Jahren die beiden Stuttgarter Theater übernahm, bin ich sozusagen mitgewandert. Die erste Produktion an der Komödie im Marquardt war „Willkommen im Paradies“, in der ich auch schon in Aachen spielte. Mittlerweile bin ich in Stuttgart schon in der 4. Produktion dabei und meine Zusammenarbeit mit Manfred Langner geht natürlich auch zukünftig weiter!

3. Geboren wurdest du in Bergneustadt bei Köln, wolltest du denn schon von klein auf Schauspieler werden oder hattest du einmal völlig andere Berufswünsche?

AW: Ich habe schon immer Theater gespielt und lustiger Weise machte ich mir viele Jahre lang überhaupt keine Gedanken darüber, was ich einmal  werden möchte. Es war einfach klar. Ich glaube, jeder der mich kennt, hätte sich gewundert, wenn ich etwas anderes geworden wäre.

4. Wie beurteilten deine Eltern deinen Wunsch, Schauspieler zu werden? Unterstützten sie dich oder sahen sie es eher kritisch?

AW: Mein Vater hat einen Betrieb, den ich eigentlich übernehmen sollte und er hoffte stets, dass ich immer noch etwas Vernünftiges machen werde. Doch Gott sei Dank hat mein Schwager den Betrieb übernommen. Ich stehe auf der Bühne seit ich 10 bin und habe immer Theater gespielt, obwohl meine Eltern es eben lieber gehabt hätten, wenn ich einen anderen Beruf erlernt hätte. Übrigens bin ich auch ein „Montagsmaler“- Kind. Ganz am Anfang moderierte die Sendung noch Frank Elstner, er hat auch das Showkonzept entwickelt. Ich war in der Kindermannschaft in Frank Elstners drittletzter Sendung, ein halbes Jahr bevor er im ZDF die erste „Wetten dass“ Sendung gemacht hat. So saß ich u.a. mit Heidi Brühl, Karin Baal, Martin Semmelrogge und Heintje auf dem Sofa. (Kurz angemerkt: Wir haben natürlich gewonnen!!) Meine Eltern haben also meine Leidenschaft nicht unterbunden, aber auch nicht unterstützt – sie haben es so laufenlassen. Heute kommen sie aber zu jeder Produktion angereist, um mich zu sehen.

5. Von 1991 bis 1994 besuchtest du die Schauspielschule „Theater der Keller“ in Köln. Wie können wir uns deine Ausbildung dort vorstellen?

AW: Ich habe eine reine Schauspielausbildung gemacht, obwohl ich auch bereits viel Musical spielte. Zu einer Schauspielausbildung gehört natürlich auch Gesangsunterricht, aber das war ein kleines Nebenfach, überhaupt kein Schwerpunkt also. Wenn jemand nicht singen konnte, fiel er deshalb nicht durch die Schauspielprüfung. Gesangsunterricht nahm ich jedoch auch  privat nebenbei. Während der Schauspielschule machte ich dann auch beim Bundeswettbewerb Gesang mit, wo ich auch ins Finale kam.

6. Dass du ein sehr vielseitiger Künstler bist zeigt auch die Tatsache, dass du bereits in großen Musicalproduktionen mitgewirkt hast, u.a. in der Deutschlandpremiere von „42nd Street .2nd Street”chlandpremiere von “nstler bist zeigt auch die Tatsache, dass du bereits in großen Musicalproduktionen mitgewirkt ha Gibt es denn große Unterschiede zwischen solchen Großproduktionen und den gängigen Theaterproduktionen an kleineren Theatern?

AW: Die Geschichte, wie ich zu „42nd Street“ kam, ist eigentlich total verrückt, da ich es nie machen wollte. Es ist eines der schönsten Stücke, die ich je gemacht habe, aber ich hab mich nie dafür beworben. Lange Jahre habe ich für „König der Löwen“ als Reader gearbeitet, d.h. ich habe bei den Auditions die Spielszenen mit den Leuten gespielt. Und das nicht nur in ganz Deutschland, sondern europaweit. Ich konnte also sämtliche KdL Rollen in zwei Sprachen. Und das nicht nur in ganz Deutschland, sondern europaweit. Dadurch kannte mich die Casting Abteilung und diese rief mich an. Ich kannte das Stück „42nd Street“ gar nicht, obwohl ich hinterher feststellte, dass ich sogar eine Schallplatte daheim im Schrank hatte. Zu der Zeit spielte ich im Renitenztheater Stuttgart und als der Anruf kam, wurde ich erstmal gefragt, ob ich nicht zur Audition kommen wolle. Ich fragte nur: „Wann denn?“ – die Antwort „Ja, jetzt!“ – Eine Stunde später stand ich im Apollo Theater Stuttgart und habe die Rolle bekommen. Wobei es noch Callbacks gab und zu dem ersten konnte ich gar nicht hin, da dieser in Hamburg stattfand und ich abends wieder in Stuttgart Vorstellung hatte, ich hätte es nie zeitlich geschafft, wieder pünktlich auf der Bühne zu stehen.. Doch beim 2. Termin klappte es dann und ich habe die Rolle bekommen. Leider war das Stück ein großer Marketingflop – schon allein der Titel war für die meisten Leute unaussprechlich. Keiner konnte „42nd Street“ lesen. Wir wissen ja, was an der Hotline teilweise von den Menschen gesagt wurde. Auch ich wurde mal im Parkhaus von Leuten angesprochen, wo denn das Musical „42“ sei. Wenn man in Amerika ein Stück namens „Reeperbahn“ spielen würde, hätte auch keiner eine Ahnung, was das bedeutet. Leider!

7. Nun standest du im Laufe deiner Karriere ja bereits auf großen Theater-oder Musicalbühnen, spieltest aber auch schon in etlichen kleinen, aber renommierten Theatern mit. Was bevorzugst du für dich persönlich mehr?

AW: Ich hoffe, dass ich auch zukünftig sowohl das eine als auch das andere machen kann, also dass ich immer abwechselnd in kleinen, großen und mittleren Theatern spielen werde. In einem großen Theater vor 1800 Leuten zu spielen macht natürlich Spaß, aber genauso Freude bereitet es mir, wenn ich vor 200 Leuten spiele. Das ist sehr intensives Theater und alles hat seinen Reiz.

8. Du warst auch bereits in einigen TV Rollen zu sehen, so bei „SK Babies“, „Geliebte Schwestern“ oder „Heimatgeschichten“. Wie bist du zu diesen Rollen gekommen – durch Castings oder wurdest du gezielt angefragt dafür?

AW: Ich hatte das Glück, solche TV Rollen zu bekommen, die dann auch weitere Rollen nach sich zogen. Aber wenn man vorwiegend Theater spielt und man gut zu tun hat, dann rufen TV Agenten ein bis zweimal an und wenn man wegen eines laufenden Theater Engagements absagt, dann rufen sie eben nicht mehr an. Man muss sich für das TV Zeit freischaufeln. Wenn man das nicht tut und kein bekannter Schauspieler ist, dann kann man es vergessen. So sehr habe ich mich auch nicht für dieses Genre interessiert, dass ich mich voller Energie dafür einsetzte. So entscheide ich mich für meine Basis, das Theater und wenn sich hin und wieder eine TV Rolle ergibt, nehme ich sie natürlich gerne wahr.

9. Viele Schauspieler vertreten die Meinung, dass sie lieber auonen und den gängigen Theaterproduktionen an kleineren Theatern?f einer Theaterbühne stehen und den direkten Kontakt zum Publikum haben als einen TV Film drehen, wo alles doch eher anonym abläuft. Wie ist das in deinem Fall – was bevorzugst du mehr und stimmst du dieser Aussage zu?

AW: Schauspiel und Musical ist ein völlig anderes Terrain als das Fernsehen, genauso muss man auch als Darsteller jeweils andere Leistungen bringen. Natürlich ist das TV ein Reiz, aber es hat sich bei mir eben nie ergeben. Meine Hauptaufmerksamkeit galt immer dem Theater.

10. Liest man auf deiner Homepage deine Vita, dann sieht man, dass du in sehr vielen Theaterproduktionen mitwirktest. Wenn du dich nun einmal zurück erinnerst: Welche Rolle war für dich bisher die größte Herausforderung und welche hast du am liebsten gespielt?

AW: Manchmal staune ich selber, wenn ich meine eigene Vita lese oder erneuere. Dann denke ich mir immer: Oh, das habe ich ja auch mal gemacht! Es gab einige Rollen, die ich als meine Highlights aufzählen würde. Im Schauspiel zählen da dazu „Therapie zwecklos“ in Karlsruhe, dann „My fair lady“ im Theater des Westens – das war eine großartige Produktion mit hervorragenden Leuten. „42nd Street“ gehört natürlich auch zu den tollen Produktionen, die ich machte. Wir waren ein riesiges Team, das wunderbar zusammengehalten hat. Es gibt also einige schöne Sachen. „Dinner für Spinner“ wird sicherlich auch später einmal zu meinen Highlights gehören. Dass ich eine Rolle von vornherein jedoch ablehnen würde, kommt nicht vor. Es gibt Produktionen, die ich kategorisch ablehnen würde. So bin ich inzwischen sehr vorsichtig bei sogenannten freien Produktionen, wie z.B. „Marilyn – das Musical“, wo ich bis heute noch Geld bekomme. So etwas ist mir sehr suspekt. Es geht nicht um die Stücke selber, sondern um die Macher im Hintergrund. Viele Darsteller sagten andere Engagements ab wegen solch einer Produktion und standen dann ohne etwas da. Man muss also sehr aufpassen in dieser Branche. Allerdings bin ich sehr offen für alles. Auch unbekannte oder modernisierte Stoffe, die evtl. zuerst abschreckend klingen, können durchaus reizvoll und interessant sein können.

11. Was bevorzugst du mehr: Theaterstücke, in denen ausschließlich gesprochen wird oder Singspiele, bzw. Musicalproduktionen?

AW: Ich bin so froh, dass ich beides machen kann und dass ich es nach wie vor schaffe, in reinen Sprechstücken sowie in Musicals mitzuwirken. Wenn ich ein Musikstück mache, vermisse ich es, ein reines Sprechstück zu spielen und umgekehrt. Beides finde ich super und ich lege großen Wert darauf, dass ich auch beides spielen darf.

12. Wie beurteilst du die Entwicklung in der Musicalwelt, der Trend geht ja immer stärker hin zu den sog. Juke Box Musicals, wie Udo Jürgens, Udo Lindenberg, Queen und Co.? Ist es das, was die Zuschauer sehen wollen und wie sehen das die Darsteller?

AW: Mindestens 80% dieser Shows sind einfach nicht gut und das ist das Schlimme, meiner Meinung nach. Sie sind eher ein Abklatsch von guten Shows. „Mamma Mia“ halte ich für ein gelungenes Beispiel, aber leider gibt es zu viele Sachen, die das kopieren und sich aber nicht mit der Perfektion beschäftigen, sondern sich mit dem Mittelmaß zufrieden geben. Das Genre an sich halte ich an sich für gut, also auch die Idee, aus bekannten Songs ein Musical zu machen. Nehmen wir zum Beispiel „Dirty Dancing“, das ist kein Musical, sondern trägt auch den Zusatz „The movie live on stage“ und das ist auch korrekt. Durch den Zusatz wird ja auch schon deutlich, dass es hier kein reguläres Musical ist, sondern eben der Film auf einer Bühne. Für mich ist so eine Produktion eher uninteressant, aber man soll ja niemals „Nie“ sagen!

13. Du bist auch mit eigenen Solo-Programmen auf der Bühne zu sehen, so mit „Ich habe meine Tante geschlachtet“ oder mit „Lohengrin popelTante geschlachtet” so mit “t“. Könntest du unseren Lesern genauer Auskunft darüber geben, wovon deine Programme handeln und was die Zuschauer so alles erleben können, wenn sie sich für einen Abend mit Axel Weidemann entscheiden?

AW: Seit vielen Jahren singe ich sehr gerne Chansons und mein Programm  „Ich habe meine Tante geschlachtet“ ist sozusagen ein Sammelsurium meiner liebsten Chansons, die ich dann live auf der Bühne präsentiere. Das Programm wurde auch stetig erweitert, da immer mehr Lieder dazukamen. Ich verknüpfe die Songs dann mit einer Art Conférence und so ergibt sich ein stimmiges Programm, das ich schon sehr oft spielte. Es ist also ein Chansons-Abend, mit Liedern, die überhaupt nicht zusammengehören, die mir aber alle sehr gut gefallen und dazu kleine Geschichten, die ich den Zuschauern erzähle. „Lohengrin popelt“ ist ein Leseabend ohne Musik mit Texten von Curt Goetz. Goetz war in den 30er und 40er Jahren DER deutsche Komödienautor und man kennt sicherlich „Das Haus von Montevideo“, das auch zweimal verfilmt wurde, einmal mit Goetz selbst in der Hauptrolle und einmal mit Heinz Rühmann. In dem Film heißen die Kinder alle nach Figuren in Wagner Opern und da gibt es eben die Szene, in der der kleine „Lohengrin“ den Finger in der Nase hat und seine Schwester ausruft: „Lohengrin popelt“! Dann bekommt seine Schwester auch gleich eine Ohrfeige, weil sie gepetzt hat. Auch seine Memoiren sind sehr lesenswert. Und aus seinen Werken habe ich eben dieses Programm zusammengestellt. Ich finde die Werke von Curt Goetz unglaublich schön und bewahre auch das Andenken an ihn durch meinen Leseabend.

14. Viele junge Menschen haben den Wunsch, Schauspieler oder Sänger zu werden. Fernsehshows wie „DSDS“ sind evtl. nur teilweise hilfreich. Welche Tipps hast du für den jungen Nachwuchs von heute?

AW: Viele, die in den Beruf einsteigen wollen, waren anscheinend noch nie in einem Theater oder haben gerade mal eine Casting Show gesehen und denken, dass sie das auch können. Aber sie haben im Grunde gar keine Ahnung, was sie da werden wollen. Ich glaube, viele möchten nur den Erfolg und berühmt sein – doch sie haben nicht die Leidenschaft für das Theater. Ganz jungen Menschen rate ich, dass sie in die nächste Laiengruppe eintreten und einfach auf der Bühne spielen sollen. Schaut, ob das etwas für euch ist. Die Fortgeschrittenen sollten eine gute Ausbildung absolvieren. Eine Casting Show ist zwar ein Sprungbrett, doch man muss danach auch weiterspringen, wenn man nichts kann, geht man schnell wieder baden. Doch eine gute Ausbildung ist das A und O. Man muss sich auch für den Alltag des Berufes interessieren. Immerhin spielt man 8mal die Woche eine Show, muss tagsüber noch proben – das sieht man oft gar nicht als Laie. Es ist also ein zeitaufwändiger Beruf.

15. Künstler haben doch einen etwas anderen Alltag als die Leute, die einem Bürojob nachgehen. Wie sieht dein Alltag denn so aus?

AW: Das ist grundlegend verschieden. Spielt man in einer Großproduktionen, einem Musical mit, muss man sehr viel Leistung bringen, 8 mal die Woche auf der Bühne stehen und eben viel proben. Bei meinem aktuellen Engagement ist es so, dass ich 6 mal die Woche spiele, das ist nicht viel, doch sobald man morgens aufsteht, hat man die Vorstellung im Nacken. Ich darf nicht krank werden, es gibt keine Zweitbesetzung! Wenn der Kopf noch dran ist, gehen wir ins Theater – was habe ich schon krank auf der Bühne gestanden! Aber man muss sich einfach gut pflegen. Ich nehme Gesangsunterricht, lese, kümmere mich um andere Sachen. Doch der indirekte Druck, dass man abends auf der Bühne steht und Leistung bringen muss, bleibt. Tagsüber darf man nicht zu viel machen, da man sonst abends müde auf der Bühne steht. Denn abends beginnt unsere Hauptarbeit und da muss man auch ausgeruht sein. Trotzdem habe ich viel Zeit, andere Dinge zu machen und es ist ein Luxus, den Tag so frei nutzen zu können. Ich schreibe, übersetze und mache noch vieles nebenher. Lampenfieber habe ich zwar auch noch und je älter ich werde, desto schlimmer wird es. Doch wenn ein Stück eine Weile gespielt wird, bin ich gerade noch 5 Minuten vor der Show aufgeregt, ansonsten legt sich die Nervosität!

16. Du warst schon so oft in Stuttgart und Umgebung zu Gast, dass sich die Frage stellt, ob du mittlerweile bereits zum halben Schaben mutiert bist? Wie kommst du denn mit der schwäbischen Mentalität klar und magst du Maultaschen, bzw. Linsen mit Spätzle?

AW: Mittlerweile ist es das 3. Theater in Stuttgart und ich ging immer aus Stuttgart weg und kam doch wieder. Die Stadt zieht mich wohl magisch an. Es ist lustiger Weise immer Stuttgart, wo ich neue Angebote erhalte. Ich mag Stuttgart sehr, die Stadt gefällt mir. Ursprünglich bin ich ja aus dem Rheinland und die Menschen sind dort schon anders. So dauerte es schon eine Weile, ehe ich die Mentalität der Schwaben verstanden habe. Anfangs sind die Schwaben nicht so offen, sie warten erst mal ab, doch wenn sie erkennen, wer man ist, dann sind sie auch sehr herzlich. Ich kenne das aus Köln oder Berlin ebenanders. Ich musste also erstmal erkennen, wie der Schwabe so tickt. Die Schwaben lehnen sich erst mal beobachtend zurück, ehe sie auftauen. Doch wenn man das weiß, kann man sehr gut hier und mit ihnen leben! Und das Liebste aus der Schwabenküche ist mir der Wurschtsalat!

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)