Interview mit Benjamin Boyce (Caught in the Act)

Interviewfragen Benjamin Boyce

ben

1. Viele haben den Traum, als Sänger auf der Bühne zu stehen – wie war das bei dir – wolltest

du dies auch von klein auf oder hattest du einmal völlig andere Berufswünsche?

BB: Eigentlich wollte ich immer Schauspieler werden und hatte nie darüber nachgedacht Sänger zu

werden. Ich hatte mich damals bei einer Agentur beworben, um Schauspieler zu werden und zu

dieser Zeit viele Chancen bekommen. Doch dann bekam ich ein Angebot, bei einer Boygroup

mitmachen zu können. Ich nahm an den Castings teil und bekam daraufhin prompt einen Vertrag.

2. Warst du während deiner Schulzeit auch in Schülerbands tätig?

BB: Nein, ich war nie Mitglied einer Schülerband!

3. Erinnerst du dich noch an deinen ersten Auftritt als Laie und als Profi?

 

BB: Der allererste Auftritt mit CITA war schrecklich, wir traten in einem Club in einem Dorf auf. Wir waren

überhaupt nicht gut, alles was wir machen sollten, ging sozusagen schief. Es kamen 7 Leute

(Zeitungsleute) … 2 Jahre später haben wir allerdings vor 25.000 Fans gespielt.

 

4. Bist du in deiner Familie der einzige professionelle Musiker oder hast du dein Talent

regelrecht geerbt von weiteren Familienmitgliedern?

 

BB: Meine Groß-Oma war eine Jazz-Sängerin, meine Mutter ist Pianistin und mein Vater Cellist.

 

5. Benjamin, von 1992 bis 1998 warst Du Mitglied der Boygroup Caught in the Act.

> Wie kam es dazu, dass du Mitglied dieser berühmten Boygroup wurdest?

Siehe Frage Nr. 1

 

6. Welches war dein Schönstes oder gar negativstes Erlebnis in dieser Zeit?

BB: Mein schönstes Erlebnis waren eindeutig: Die Fans, es war ein schönes Gefühl zu sehen, dass diese sich immer gefreut haben einen zu sehen. Und die Touren, auch in anderen Ländern.

Mein schlimmstes: 6 Uhr morgens aufstehen und den hübschen Boy spielen

7. Hast Du noch Kontakt zu deinen ehemaligen Bandkollegen ? Wenn ja, zu welchen ?

BB: Wir sind mittlerweile unsere eigenen Wege gegangen, jedoch nicht im Streit auseinander

gegangen. Wäre schön alle mal wieder zu sehen irgendwann.

 

8. Sicherlich war es für dich nicht einfach, als Engländer nach Holland und Deutschland zu

kommen, ohne die Sprache zu beherrschen. Mittlerweile sprichst du beide Sprachen sehr gut

– wie hast du dir die Sprachen beigebracht? Hattest du Hilfe hierbei?

BB: Ich hatte 2 Jahre lang Deutsch in der Schule. Allerdings konnte ich die Sprache erst so richtig

durch meine Freundinnen lernen. Wenn man deutsche Freundinnen hat und in Deutschland wohnt,

lernt man die Sprache 2 mal so schnell.

9. 2004 nahmst du an der Pro 7 „Comeback Show“ teil und belegtest den 2. Platz, eine wirklich

tolle Leistung. Wie bedeutend war die Show für dich und deine Solo-Karriere?

BB: Ich hab mich richtig gefreut bei der Show teilnehmen zu dürfen, ich hatte eine tolle Zeit mit allen die

dort waren. Es war eine schöne Gelegenheit um zu zeigen, dass man auch was anderes kann.

Außerdem war es die perfekte Chance um an einem eigenen Album zu arbeiten (eigene Songs zu

schreiben und mitzuproduzieren) und allein auf der Bühne zu stehen. Es war eine komplett neue

Erfahrung für mich.

10. Hattest du nach der erfolgreichen Zeit bei CITA Probleme, als Solokünstler im Musikbusiness

ernst genommen zu werden. Also sahen alle in dir „nur“ das Boygroup-Mitglied und nicht

den Solisten Benjamin Boyce?

 

BB: Auf jeden Fall war es schwierig von dem Boygroup Image abzukommen. Wenn ich jetzt

darüber nachdenke, muss man allerdings gar nicht von dem Image wegkommen, und habe gelernt

damit umzugehen und es zu lieben.

 

11. Wie haben die Fans auf die Trennung von CITA reagiert? Bei anderen Boygroups gab es ja

richtige Dramen durch solch eine Verkündung!

BB: Es war eine traurige Zeit, nicht nur für die Fans, sondern auch für uns.

12. Gibt es musikalisch bald wieder etwas Neues von dir zu hören, worauf sich deine Fans freuen

können ?

BB: Es gibt ganz viele Songs, die ich geschrieben habe, und die noch keiner gehört hat. Allerdings braucht

man eine richtige Plattenfirma um diese veröffentlichen zu können, aber leider hat sich das

Musikgeschäft inzwischen ziemlich geändert.

13. Du warst auch schon beim „Perfekten Promi-Dinner“ auf VOX zu sehen – wie würdest du

deine Kochleistung selbst einschätzen – bist du ein guter Koch?

 

Überhaupt nicht. Ich bin kein guter Koch, und wurde sicher nur gefragt bei der Show mit zu machen,

da ich gesagt hatte, dass ich nicht kochen kann. Die Zuschauer mögen so etwas und finden es lustig.

 

14. Wie kann man sich so einen Dreh für das „Perfekte Promi-Dinner“ denn vorstellen? Sicherlich

ist dies eine äußerst stressige Angelegenheit!

 

BB: Bei der 2. Promi-Dinner Show war es sehr stressig, da diese mit Übernachtung war. In der Zeit war ich

gerade am Umziehen und das hat das ganze doppelt so schwer gemacht.

 

15. Du bist zwischenzeitlich von Köln nach Amsterdam gezogen. Was hat Dich zu diesem Umzug

bewogen ?

 

BB: Ich wollte auch mal wieder etwas anderes erleben und „back to the roots“ gehen

 

16. Welche Zukunftswünsche oder Pläne hast du noch, die du realisieren möchtest?

 

BB: Ich möchte gerne noch mit Musik zu tun haben, aber mich auch noch in anderen künstlerischen

Bereichen ausleben…

 

17. Gibt es neue Termine und/oder Live-Auftritte, bei denen dich deine Fans wieder sehen

Können?

 

BB: Es steht noch nichts direkt in Planung, am besten sollen die Fans regelmäßig meine Website checken

www.benjaminboyce-music.de

 

Lieber Benjamin – vielen Dank für das Interview und alles Gute für deine weiteren Projekte!

Interview: Franziska Maier

Fotos: Tanja K. Hundsdoerfer

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)