Interview mit Jesse Ritch (DSDS)

Interview mit Jesse Ritch

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1. Jesse, du erreichtest den 3. Platz bei der diesjährigen „DSDS“ Staffel – hättest du je damit gerechnet, soweit zu kommen?

Ich hätte niemals damit gerechnet soweit zu kommen, aber ich habe immer fest an mich geglaubt und meine Familie auch!

2. Deine Konkurrenten Luca und Daniele schafften es bis ins Finale – woran lag es deiner Meinung nach, dass du im Halbfinale, trotz hervorragender Leistungen, leider ausscheiden musstest?

Die Entscheidung war sehr knapp und im Halbfinale waren einfach alle drei super, ein hatte halt die wenigsten Stimmen und ich musste gehen.

3. Oftmals wurdest du von der Jury kritisiert, dabei war dein Gesang stets perfekt und selbst Dieter Bohlen meinte einmal, du würdest dich anhören, als würde man eine CD abspielen. Wie ernst hast du die Kritik der Jury genommen und gab es auch Momente, in denen du durch manche Äußerungen schon sehr getroffen warst?

Ich habe die Kritik stets ernst genommen, weil diese oft gerechtfertigt war, habe in jeder Show versucht, diese umzusetzen und dies ist mir meistens gelungen Kritik ist sehr wichitg, um sich zu verbessern und hat mir weitergeholfen.

4. Du hast viele unvergessliche Showauftritte absolviert und dem Publikum deine Vielseitigkeit demonstriert. Doch welcher Auftritt wird für dich unvergesslich bleiben?

Für mich persönlich war der Michael Jackson auftritt „Earth Song“ am schönsten und auch der schwierigste von allen.

5. Blicken wir noch einmal zurück: Wie kam es dazu, dass du dich bei „DSDS“ in Deutschland beworben hast?

Per Zufall wurde ich auf die Inserierung aufmerksam gemacht und habe mich einfach spontan angemeldet. Diese chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.

6. Hast du dir als Schweizer Chancen ausgemalt oder dachtest du, dass in Deutschland sowieso nur deutsche Kandidaten eine Chance haben?

Ich hätte nie gedacht, dass es sogar zwei Schweizer in die Endrunden schaffen, für Luca und mich war das unvorstellbar, aber es hat funktioniert und wir habe uns immer sehr gefreut, so viele Fans auch in Deutschland zu begeistern.

7. Welche Momente waren für dich während der gesamten Casting- und Recallrunden auf den Malediven die schönsten oder auch schwersten?

Jeder Auftritt war für mich wunderschön, weil da konnte man endlich zeigen wofür wir so hart geprobt hatten, auf den Malediven bei fast 40 Grad Tag und Nach zu üben, war nicht immer ganz einfach Jede Entscheidung war für mich immer Nervenaufreibend, entweder man gewinnt oder verliert hat man in diesem Moment den Eindruck, im Nachhinein konnte ich auch als 3. Platzierter nur gewinnen!

8. Im Verlauf der Staffel merkte man, dass Bruce Darnell, den du auch sehr gut imitieren kannst, 100%ig hinter dir steht. Wie gingst du damit um, der Favorit eines Jurymitglieds zu sein?

Er gab mir immer sehr viel Mut und Kraft, es ist schön zu wissen ein Jurymitglied hinter sich zu haben. Er hat mich immer motiviert und bestärkt in meiner Leistung! Es ist auch jetzt nach DSDS solche Leute zu haben die an einen Glauben.

9. Als Zuschauer hatte man den Eindruck, dass ihr drei, also Luca, Daniele und du, euch gut versteht, obwohl ihr doch so unterschiedlich seid. Gab es denn niemals das Gefühl des Konkurrenzdenkens bei euch?

Wir haben uns wirklich prima verstand, gerade, dass wir so unterschiedlich waren, das war eben interessant, jeder hatte seine Stärken und das war uns bewusst, aber keiner war gleich wie der andere und deswegen entstand auch kein Konkurrenzstreit, es hatte immer Platz für uns drei.

10. Im Halbfinale standet ihr zu dritt, wie eine Boygroup, auf der Bühne. Wäre es für dich denkbar, auch einmal Teil einer Boygroup zu werden oder möchtest du weiterhin als Solist auftreten? Ich sehe mich persönlich eher als Solokünstler obwohl ich eine Boygroup nicht ausschliessen möchte, es müsste einfach alles passen und das ist meistens schwer!

11. Dass die Mädchen es bei „DSDS“ sehr schwer haben, wurde eifrig in den Medien diskutiert. Wie siehst du dieses Problem und was könnte man dagegen tun? Es wurde ja sogar die „Frauenquote“  angesprochen. Da gibt es geteilte Meinungen, Sarah Engels ist ein gutes Beispiel, dass auch eine Frau durchaus gute Chancen hat! Ich fände eine Stimmberechtigung der Jury gut, dann würden glaube ich viele Entscheidungen anders ausfallen.

12. Dass du beim Publikum sehr beliebt warst/bist, konnte man direkt sehen. Wie waren die Reaktionen bei deiner Rückkehr in die Schweiz – kannst du überhaupt noch dein Leben so weiterleben wie zuvor oder wirst du zu Hause von Fans belagert?

Direkt nach dem Ausscheiden war natürlich der Fanrummel riesig und ich konnte sehr schwer durch die Strassen spazieren wie zuvor, mittlerweile hat sich das Ganze etwas gelegt, die Leute wissen bescheid und kennen mich, man wird nur noch vereinzelt angesprochen.

13. Dass die Musik aktuell die Nr. 1 in deinem Berufsleben ist, dürfte klar sein. Doch kannst du dir auch wieder vorstellen, in deinem gelernten Beruf /Fachmann für Gesundheit – Anm. d. Red.) zu arbeiten oder kommt das nicht mehr in Frage für dich?

Ich kann mir dass durchaus vorstellen, aber ich werde vollgas geben, dass dies nicht wieder eintrifft, Musik ist mein Leben und  mein Traumberuf!

14. Auf deiner Homepage gibst du als Lieblingssänger etliche namhafte Künstler an – u.a. Michael Jackson oder Bruno Mars. Hast du einen Künstler, den du auch als direktes Vorbild bezeichnen  und dem du gerne nacheifern würdest?

Ich finde Usher ganz bewundernswert! Wir machen ähnliche Musik und ich finde einfach seinen Werdegang  toll und habe Respekt vor seiner Leistung! Michael Jackson wird für mich aber immer der grösste sein!

15. Jesse privat – wie verbringst du deine Freizeit, wenn du nicht gerade singst?

Ich verbringe gerne ein paar ruhige Minuten mit Freunden oder mit meiner Familie, da nicht viel Freizeit bleibt, ich gehe zwar nicht gerne Joggen aber es muss halt sein

16. Dein Gesang sowie deine Performance waren stets perfekt, da fragt man sich doch, ob du jemals Gesangs-oder Tanzunterricht hattest?

Ja ich habe seit fast 6 Jahren Gesangsunterricht und besuche den auch weiterhin, da ich es sehr wichtig finde stetig an sich zu arbeiten!

17. Deine zahlreichen Fans interessiert sicherlich, wie es nun beruflich mit dir weitergeht. Worauf dürfen wir uns denn noch alles im Jahr 2012 bei dir freuen?

Ich werde auf jedenfall weiterhin viel auftreten, und schreibe zurzeit fleissig an eigenen Songs, dass ich mir noch dieses Jahr den Traum vom eigenen Album erfüllen kann!

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin alles Gute und viel Erfolg!

Interview: Franziska Maier

Homepage: www.jesseritch.ch

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)