Interview mit Magier Thorsten Strotmann

Interview mit Thorsten Strotmann

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In Ihrer Biografie auf Ihrer Homepage ist zu lesen, dass sie in Siegburg geboren sind. – Sie arbeiten jedoch in Stuttgart, bauen hier das Theater auf, mit wie viel Jahren sind sie denn genau nach Baden-Württemberg gekommen?

Mit einem Jahr kam ich nach Baden-Württemberg. Also ich bin hier, in Leonberg, aufgewachsen.

 

Sie entdeckten Ihre Liebe zur Magie bereits als kleines Kind, gab es irgendein bestimmtes Erlebnis, welches Sie geprägt hat, dass sie sagte: Ich werde auch einmal später auf der Bühne stehen als Zauberkünstler und Magier ?

Ich habe als Kind schon immer Magier geliebt. Sie faszinierten mich und ich fand ihre Arbeit einfach großartig – wollte aber immer das selbst können, habe dann relativ lange nichts gemacht, allerdings war ich auch Besitzer des obligatorischen Kinderzauberkastens – das kann man aber nicht wirklich mit dem vergleichen, was ein wahrer Magier tut. Dann habe ich mit 20 ungefähr angefangen zu zaubern. Ich bekam von meiner Mutter eine Adresse, wo man das Zaubern anscheinend lernen kann, es war in der Volkshochschule, dann zuerst war ich sehr skeptisch, doch ich überwand mich und ging hin und dies war mein erster Einstieg in die Zaubererwelt. Und

Insgesamt jedoch brachte ich mir alles selbst bei, anhand von passender Literatur, über Videos / DVDs heutzutage und letztendlich kann man zaubern nur praktisch lernen.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Zaubertrick, den sie damals Familie und Freunden vorgeführt haben?

Das waren verschiedene Karten Effekte, Karten Kunststücke und eines der ersten professionellen Tricks war das Ringspiel, was ich heute noch in der Show mache, mit den großen Ringen… und das habe ich immer als Kind gesehen und ich fragte mich stets, wie das wohl geht. So bestellte ich es mir, man kann also derartige Requisiten kaufen, allerdings heißt dies nicht dass man sofort ein perfekter Zauberer ist, denn dann muss man üben und nochmals üben, das ist so, als wenn man sich ein Klavier kauft, dann hat man zwar ein Klavier, kann aber noch lange nicht darauf spielen. Das ist ungefähr dasselbe und das war dann das erste professionelle Kunststück was ich gelernt habe.

Hat Ihre Familie Sie ganz aktiv unterstützt bei Ihrem Hobby und beispielsweise so berühmte Zauberkästen gekauft oder wie war es wirklich…

Nein, das habe ich mir alles selbst gekauft, ich absolvierte damals eine Lehre als Industriemechaniker und dann habe ich gejobbt, war ein dreiviertel Jahr arbeitslos, bis zum Zivildienst und in der Zeit habe ich angefangen zu zaubern und alles, was ich verdient habe, investierte ich immer in Bücher und in Zauberkunststücke .

Wurden Sie auch in der Schule gezielt unterstützt/ gefördert, zum Beispiel bei kleinen Auftritten, die Ihre Lehrer Ihnen dann eingeräumt hatten?

Nein, weil ich als Schüler noch nicht gezaubert habe. Also ich habe in der Schulzeit viele andere Sachen gemacht, so übte ich aktiv Kampfsport aus, hauptsächlich Judo und habe da komplett meine Zeit damit verbracht.

Gerade haben Sie es gesagt, Sie sind Industriemechaniker, haben die technische Fachhochschule abgeschlossen, studierten BWL sowie Wirtschaftsingenieurwesen – also ein sehr gradliniger Weg, was brachte Sie dazu, diesen Weg zu verlassen, um dann Zauberer/ Mentalist zu werden?

Es war einfach mein Traum damit mein Geld zu verdienen und ich habe dann während des Studiums mein Geld damit verdient, mit 25 habe ich dann festgestellt, BWL und Zaubern ist das gleiche. Im Alter von 23 machte ich mich selbstständig und mit 25 letztendlich komplett.

Sie haben ja auch auf internationalem Gebiet einige Erfolge verzeichnen können und etliche Preise/ Trophäen gewonnen, welche können Sie denn genau Ihr eigen nennen?

Es gibt einfach verschiedene Wettbewerbe im magischen Zirkel, es gab die Vorentscheidung zur deutschen Meisterschaft – das waren die Nord-, Süd-, West-, Ost- deutschen Meisterschaften und da habe ich gewonnen. Die süddeutschen in dem Fall, insgesamt war ich dann Dritter. Dann war ich bei der WM, in Lissabon damals, habe mich aber komplett aus diesem Metiér verabschiedet, da Wettbewerbe eine Sache für sich sind – man führt eine Nummer vor, die macht man 10 Minuten und damit tritt man dann an, das sagt aber nichts über ein Abendprogramm aus oder über die Qualität an sich, sondern nur über diesen einen Act wird man definiert und ob dieser in das Format passt oder nicht und dann habe ich festgestellt, dass das nicht mein Ding ist, ich bin für die Zuschauer, ich sag mal, für den „normalen“ Zuschauer der Magier und Entertainer und habe dann den Weg der Wettbewerbe komplett verlassen, habe da auf diesem Gebiet auch nichts mehr gemacht

Ihre DVDs, die Sie ja für Nachwuchszauberer anbieten, produzieren Sie auch selbst – wie kamen Sie denn jetzt auf die Idee, diesen Weg zu gehen, es gibt ja schon so viele DVDs und Bücher…

Ja, es gibt genug. Letztendlich ist es ein Produkt für die Shows, die DVD´s werden da anschließend verkauft und wenn jemand einfach so gute und relativ simple Effekte erlernen will, kann er das damit tun und vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der den Weg zum professionellen Zauberer später einschlagen wird. Ich entschied mich für diese Sache, da ich auch etwas von mir an mein Publikum weitergeben möchte, es gibt viele Interessenten, die sowas gerne wissen wollen und auf der DVD sind einfache Dinge eben erklärt, aber gleichzeitig auch überzeugend dargestellt und für jeden erlernbar.

Was ist denn so drauf auf der DVD?

Kartenkunststücke, Kunststücke mit Münzen, Kunststücke mit Gummibändern, da wurde ein Effekt sogar schon David Copperfield vorgeführt, gerade der mit den Gummibändern, der sehr stark ist.

Dann waren Sie auch schon häufig im TV zu sehen, in den verschiedensten Sendungen und Sendern. Natürlich ist eine der bekanntesten Show nun mal „The next Uri Geller“. Die Sendung, die ja immer noch ein bisschen umstritten ist, wurden Sie eigentlich gezielt angefragt oder haben Sie sich beworben?

Ich wurde angefragt, Pro 7 hat damals gecastet, die haben einfach in Deutschland Zauberer/ Mentalmagier angefragt und dann gab es ein Casting und dann wurden welche genommen.

 

Und haben Sie die Show dann bei der ersten Staffel schon aufmerksam mitverfolgt?

Also, ich war Teilnehmer, von dem her habe ich sie mitverfolgt.

Ja, aber in dem Fall von einer anderen Perspektive oder – wie sieht man das, wenn man selber als Profi mit dabei ist?

Kritisch. Also man macht sozusagen eine Nummer man hat seine Nummern eingereicht dann wurde geschaut – passt das, machen das schon andere und letztendlich hat man dann verschiedene Effekte kreiert, vorgeführt, sowohl alte als auch neue und man sieht das natürlich aus einem anderen Blick weil man schaut, was machen die anderen, wie ist die Präsentation, man schaut als Magier natürlich nach Dinge, auf die die Zuschauer nicht achten oder weniger drauf achten weil sie es auch gar nicht wissen und qualitativ ist es so, dass die Sendung an sich eher schwach war. Also das war irgendwann immer das gleiche, es wurde nicht wirklich was Neues gebracht was auch schwierig war, in einem einzigem Thema nur mit mental Magie und von dem her habe ich das eher kritisch beäugt.

 

Gab es auch bestimmte Vorlagen des Senders dann, die einen Act betreffen?

Es gab auch Vorlagen, es sollte nicht in die Comedy-Schiene abschweifen, es sollte eher dieses Übersinnliche dargestellt werden, was Quatsch ist – letztendlich sind alles Effekte gewesen, die meisten Teilnehmer waren ja auch Magier und Zauberer und dann wurde eben Mentalmagie präsentiert.

Wie erlebten Sie jetzt persönlich Uri Geller, der ja auch wieder sehr umstritten ist?

Er ist sehr umstritten, macht seine Sache aber sehr gut, macht Super PR – der Erfolg gibt ihm recht, er ist sehr sympathisch und positiv, wünscht einem auch immer das Beste. Das nehme ich ihm auch ab, also das ist schon gut und auch da bin ich seiner Person gegenüber kritisch und er ist deutlich schwächer geworden – früher hat er ja immer behauptet, es sei alles echt, das kann er alles wirklich und heute sagt er: Hey, das ist Entertainment und macht eine gute Show und fertig – denn sobald man sagt, es ist echt dann hat man alle Kritiker gegen sich und das war ja auch an der Sendung das Problem. Es wurde auf dieses „Echt“ herausgegangen und dann war die Presse nicht wirklich positiv. Ich sag mal, die Leute wollen sich nicht täuschen und verschaukeln lassen.

Wo fühlen Sie sich jetzt persönlich eigentlich wohler: In einer großen TV Show oder jetzt, wie in Ihrem Theater dann mit persönlichem Kontakt und in Interaktion mit dem Publikum?

Der persönliche Kontakt mit dem Publikum ist für mich schöner, weil Magie letztendlich für die Livesituation da ist und nicht für das TV – man kann natürlich im TV super Sachen machen, ich habe auch verschiedene Konzepte dazu, aber letztendlich wirkt Magie immer am besten in der Live Situation und das ist auch mein Steckenpferd und besonders Close Up – Close Up bedeutet „hautnah“, so wie am Theater oder wie bei meiner Bühnenshow, aber auch da spielen wir vor 300 Leuten, in Bonlanden z.B., da waren es jetzt knapp 450, das ist schon möglich, aber dann ist irgendwo die Grenze erreicht, weil die Leute einfach nicht mehr gut sehen, es wirkt schon besser, wenn man wirklich nah dabei ist.

Dann habe ich weiter gelesen, dass Sie als kontextueller Coach und auch Persönlichkeitstrainer arbeiten. Wie kann man sich jetzt konkret diese Tätigkeit vorstellen, für Leute, die gar nicht wissen was damit gemeint ist?

Also Coaching hat nichts mit Magie zu tun, nichts mit meiner Zauberkunst, das ist ein komplett anderes Feld und ich persönlich habe mich immer sehr dafür interessiert, mehr kennenzulernen, weiter zu gehen und habe mir da immer professionelle Unterstützung geholt durch Coaches, durch Trainer und habe dann gesagt: Ich möchte sowas selbst weitergeben und habe dann eine Ausbildung dazu gemacht und das Coaching geht letztendlich davon aus, dass die Gedanken und die Meinungen, die man hat und die innersten Überzeugungen, einem die Realität widerspiegeln. Also man erschafft sich letztendlich seine eigene Realität mit der Kraft seiner Gedanken. Und ich habe davon mehrere Ansätze in meiner Show so als „Info-Entertaiment“ und wenn ich jetzt als Trainer arbeite, was wie gesagt nichts mit der Zauberei zu tun hat, dann schau ich gezielt, wo will jemand hin, was sind seine Visionen, was glaubt er, warum er es nicht schafft und dann werden solche Blockaden aufgelöst im Coaching, um dann den Erfolg einzuladen und um wirklich das zu machen, was man will.

Was würden Sie sagen, zu wie viel Prozent sind Sie Magier und zu wie viel Coach?

Moment 95 % Magier, das hängt natürlich mit dem neuen Projekt zusammen, das auch da meine ganze Energie fordert und das wird dann aber so bleiben, also Coaching nur auf Anfrage – ich mach da keine spezielle PR dafür.

Mich interessiert natürlich auch Ihre Tätigkeit als Co-Trainer des Jugendtrainings; da arbeiten sie mit Jugendlichen ganz gezielt, welches Ziel verfolgt denn das Projekt und welche Erfahrungen haben Sie bisher machen können? Öffnen sich Ihnen die Jugendlichen?

Ja, sie öffnen sich. Im Rahmen eines Seminars ja und da geht es natürlich erst einmal darum, einen sicheren Rahmen zu schaffen, Vertrauen aufzubauen, dass die Jugendlichen merken, der Trainier ist für mich und nicht gegen mich, denn die Kinder haben schon genügend Leute, die gegen sie sind. Seien es manchmal die Lehrer, manchmal sogar die Eltern und dann jemanden zu finden, mit dem man so sprechen kann, dass man da hinschaut und hingeht, wo man hingehen will und das ist letztendlich das, was ich als Jugendtrainer mache: Dass ich Jugendliche darin unterstütze, ihre Lebensvision wirklich zu leben und zu ereignen und sich nicht in irgendein Schema stecken zu lassen und dann nachher mit 50 sagen, das war doch nicht das, was ich machen wollte.

Und da werden Sie dann angefragt von Schulen und Privatpersonen oder wie läuft das ab?

Ich habe in der Coaching-Akademie in Bielefeld meine Ausbildung gemacht und bin da auch als Jugendtrainer tätig und dieses Training war ein Seminar, für das man sich anmelden musste; die Bedingung war, dass mindestens ein Elternteil das Training –das gibt es auch im Erwachsenenbereich- gemacht hat, weil sonst würde das auch nicht funktionieren – sonst kommen da alle Jugendlichen nach Hause, erzählen irgendwas Neues und dann sagen die Eltern: Komm mal wieder runter! Also die Eltern müssen das schon kennen, was da passiert.

Jetzt kommen wir endlich zu Ihrer Stotmanns-Magic Lounge. Im Oktober wird das Theater eröffnet werden – ein Wagnis in der heutigen Zeit? Können Sie unseren Lesern genauer erklären, was uns da erwarten wird – in der Magic Lounge?

Meine Vision war es immer, ein eigenes Theater zu haben als Magier und so habe ich dann auch überlegt, ob ich es im Rahmen einer eigenen Tour aufziehe, also dass ich Hallen anmiete, doch da habe ich dann verschiedene Erfahrungen gemacht, die nicht immer funktioniert haben. Doch ich merkte schnell: So geht es nicht und habe dann meine Vision entwickelt. Und dann kam mir die Idee, ich möchte ein Close-Up Theater; diese Hautnah Magie nach außen präsentieren und ein Close-Up Theater gibt es in Baden-Württemberg noch nicht und dann machte ich mich auf, eine passende Location zu suchen und diese haben wir relativ schnell, nämlich im Zeitraum von drei Wochen, gefunden und jetzt sind wir ab September im Römerkastell in Stuttgart und werden dort einerseits die Close-Up Show präsentieren, an einem Roundtable, einer Art Pokertisch, die Leute sitzen auf einer Tribüne außen um den Tisch herum, max. 6 Meter vom Tisch entfernt, der nächste ist unmittelbar am Tisch und so kann man wirklich alles machen, Karten, Münzentricks etc. und jeder sieht gut und dann gibt es noch eine zweite Show, die auf der Bühne spielt und da bekommen wir zirka 200 Leute rein.

Und wie viele Vorstellungen sind da immer geplant oder angesetzt?

Also von der Hautnah Show wurden 12 Stück im Monat angesetzt, immer Freitag bis Sonntag im Dezember auch mal Donnerstags und dann gibt es noch einen „Magic-Monday“, an dem die Preise auf allen Plätzen günstiger sind und bei der Bühnenshow planen wir immer so ein Wochenende, also immer ungefähr 3x im Monat.

Und die Werbekampagne – wie wird sie aussehen? Werden Sie sich jetzt an Firmen wenden oder auch Schulen?

Es ist einerseits so, dass wir natürlich die Firmenkontakte, die ich schon habe nutze, um dann die Location an Firmen zu vermieten, mit der Show, also die Location gibt es da auch nur mit meiner Show, dann gibt es die Möglichkeit, ein Catering dazu zu buchen und für die Öffentlichkeit machen wir Werbung über die Zeitung, so wie jetzt per Interview – ist ja auch eine Form von Werbung….Dann haben wir verschiedene Presseartikel, ich bin ab Oktober im SWR im dritten Programm in der Sendung „Fröhlicher Feierabend“ ,das spricht eher eine ältere Zielgruppe an. Und dann gibt es natürlich noch diverse Anzeigen, Plakataktionen, es gibt PR-Aktionen, die wir planen und da sind wir jetzt gerade dran – Radio Werbung werden wir ebenso machen

Aber so eine Staffelung der Preise / gerade in Bezug auf Jugendliche oder so; ist da irgendwas schon angedacht?

Nein, wir haben deshalb einen Magic-Monday gemacht, damit wir sagen, da haben wir günstige Preise und sonst haben wir keine Jugend oder Kinderpreise, weil wir sagen, Kinder und Jugendliche sehen dasselbe und haben denselben Gewinn wie Erwachsene und deshalb entschieden wir uns dafür, hier denselben Preis wie für Erwachsene zu machen.

Wird Sie ihr Pianist auch wieder begleiten?

In der Bühnenshow ja, in der Close-up Show bin ich allein.

Und auch hier gibt es wieder einen neuen Weg, der beschritten wird, normalerweise gibt es immer eine CD, welche bei anderen Magiern im Hintergrund läuft, bei Ihnen ist es ein Pianist – Wie kam es denn dazu?

Ich wollte immer meine eigene Musik zur Show haben und der Zufall wollte es, dass ich einen Pianisten noch von früher kannte, dann habe ich mich mit ihm zusammengesetzt erklärte ihm alles und er stimmte der Idee zu, dass er die Musik zu meiner Show produzieren würde – nun dachte ich, toll, ich habe eine eigene Musik, aber es wäre ja auch cool, ihn live auf der Bühne spielen zu lassen. Dann habe ich ihn gefragt, ob er Lust dazu hätte, er hat ja gesagt und so kam eben diesen Weg zu Stande und auch hier ist es so, dass wir derzeitig die einzige Show sind mit einer eigens komponierten Musik, die auch live vom Pianisten eingespielt wird und das ist natürlich immer ein riesen Gewinn für die Show, weil ein ganz anderer Witz entsteht, der kann wirklich auf die Sekunde genau die Einsätze bringen, was über eine Musik-CD gar nicht so möglich wäre.

Und auf der Bühne haben Sie aber sonst keine weiteren Mitarbeiter oder irgendwelche Assistenten?

 

Nein, mal einen Zuschauer, aber sonst gibt es keine weiteren.

Wie würden Sie sich selber jetzt bezeichnen, weil die Begrifflichkeiten doch sehr dehnbar sind – Magier, Zauberer, Mentalist…

Also ich nenne mich Magier und letztendlich geht es bei mir immer um Wahrnehmungtäuschung und ich beschäftige mich in meiner Show ja mit dem Gehirn an sich – wie funktioniert das, wie kommt eine Täuschung zu Stande und da wird auch noch mehr drauf aufgebaut und das wird noch deutlich weiter ausgebaut.

Schreiben Sie Ihre Acts selbst?

Ich schreibe meine Acts und, meine Gags selbst, meine Effekte kreiere ich dazu; teilweise sind es auch Klassiker, die in meinem neuen Gewand präsentiert werden, so wie ich eben bin, das man einfach so authentisch wie möglich ist und es zu einem passt.-

 

Jetzt gelten Sie ja als Multitasking-Talent. Wie stellen Sie sich gezielt Ihre Zukunft vor – Natürlich ist das Theater jetzt die nächste Zukunft, aber werden Sie immer weiter als Künstler auf der Bühne stehen –auch als alter Mann- oder auch als Coach hinter den Kulissen?

Das kann gut sein, dass ich, wenn ich selbst meine Laufbahn beende, dann sag, ich gehe komplett ins Coaching und zeige anderen, wie man erfolgreich wird, was man machen kann und jetzt ist es so, im Moment ist das Theater an vorderster Ebene und dann gibt es noch die Vision, eine eigene TV-Show zu haben, also wo wir sagen, es gibt eine Sendung, wo es um Close-Up Magie geht und da eben verschiedene Formate dazu.

Wo kann man den Tickets erhalten?

Tickets gibt es im Internet, unter www.strotmanns.com oder aber bei allen Vorverkaufbüros Baden-Württembergs, die mit Reservix zusammenarbeiten und dann gibt es auch noch die Möglichkeit per Telefon….

 

Text: Franziska Maier

 

Fotos: Thorsten Strotmann

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der “bdfj” Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V.

> Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

> Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung…)