Interview mit Magier Waayatan

Interview mit Waayatan

waaya

Was bedeutet dein Name Waayatan Tecumse Ohanze eigentlich?

W: Der Name Waayatan steht für den „Sehenden“ und „Tecumse Ohanze“ für den Panther, der zum Sprung in den Schatten ansetzt.

Wurde dieser Name durch deine Familientradition weitergegeben?

W: Ja, es ergibt sich eigentlich auch von selbst, da ich zum Clan der „Schattenpanther“ gehöre.

Wann spürtest du zum ersten Mal, dass du besondere Fähigkeiten besitzt?

W: Ich war ungefähr 16 Jahre alt als ich es direkt spürte. Als Kind beschäftigte ich mich auch oft mit anderen Dingen als die Kinder es in meinem Alter normalerweise tun. Ich war eher zurückgezogen, während meine Mitschüler herumtobten. Die Phänomene nahm ich zum ersten Mal richtig wahr, als ich mich auf eine Kerze konzentrierte und frei von allen Gedanken war.

Welche besonderen Fähigkeiten hast du durch deinen indianischen Ursprung erlangt?

W: Meine Großmutter war Schamanin und hatte mit der Kunst des Heilens zu tun. Ich selber betreibe diese Kunst nur für mich oder für Kinder, Freunde und Bekannte. Jedoch beachte ich strikte Grenzen und rate auch jedem, bei Krankheiten zu einem Arzt zu gehen. Bei Kopfschmerzen kann ich zum Beispiel gute Ratschläge geben, welche Akkupressurpunkte es gibt. So kann man es sich am besten vorstellen.

Kann man sich derartige Heilverfahren auch selbst beibringen oder muss man eine bestimmte Begabung von Geburt an mitbringen?

 

W: Man muss die Begabung zwar von Geburt an haben, dennoch kann ich sagen, dass jeder Mensch über diese Fähigkeiten verfügt und sie besitzt! Man vergisst sie nur im Laufe der Zeit. Die Menschen vergessen allgemein, ihre Ziele richtig zu verfolgen. Was immer man sein oder erreichen möchte, man kann es sein und schaffen – wenn man nur den nötigen Willen dazu hat!

 

Wenn man den festen Willen und Wunsch hat, kann alles gelingen. Vorausgesetzt, es schadet niemandem! So ist es auch mit dem Sehertum, dem Heilen und mit vielen Berufen. Die Frage ist nur, ob man bereit ist, es zu visualisieren – möchte man sich in eine andere Richtung entwickeln und ist man bereit, andere Wege zu gehen?! Denn darum geht es oftmals!

 

Wie hast du erfahren, dass du indianische Vorfahren hast?

 

W: Eigentlich habe ich es nur indirekt aus Gesprächen mitbekommen – wenn z.B. meine Mutter mit meiner Oma telefonierte. Auch wenn ich mal etwas anstellte und der Vergleich gezogen wurde, dass ich meinem Vater sehr ähnlich sei in dieser Hinsicht…später fiel mir ein Brief in die Hand, in dem genau das alles stand, was ich wissen musste – nämlich auch mein indianischer Name sowie dessen Beschreibung.

Hast du dich auch zuvor schon für die Indianer interessiert oder kam dies erst, nachdem du wusstest, dass du zu deren Stamm gehörst?

 

W: Das Verrückte ist, dass ich mich von klein auf für spirituelle Dinge und Magie interessierte. Am liebsten war ich nur in der Natur unterwegs – alles, was ein Dach hatte, war nicht wirklich meine Welt. So kann man schon sagen, dass ich der Grundlebensweise der Indianer sehr nahe kam.

 

Gab es bereits Situationen in deinem Leben, wo dich deine Fähigkeiten retteten oder dir halfen?

W: Doch, es gibt eine Geschichte, die ich noch nie groß erzählt habe…Als Teenager hatte ich einen Freund, der ein Messer bei sich trug und mit diesem einmal um sich warf – es blieb in der Tür stecken. Ich hingegen drehte mich reflexartig weg und das Messer verfehlte mich um Haaresbreite! Es war einfach eine Intuition – alle Alarmglocken gingen an. Man sollte sowieso mehr auf sein Gefühl hören und dieses nicht ignorieren!

Wie fandest du die Idee, in einer Schule (in der Realschule Wernau, am 13.02.09 – Anm. d.Red.) aufzutreten und dein Programm dort zu präsentieren?

 

 

W: Ich fand die Idee sehr gut und hoffe, dass der ein oder andere davon inspiriert wurde und die Welt mit anderen Augen sieht.

 

 

Was hältst du von den Menschen, die stets alles anzweifeln, was du machst und die versuchen, jedes Phänomen, das du vorführst, realistisch zu erklären?

 

 

W: Ich denke mir immer: Macht weiter so! Jeder hat die Option daraus zu machen, was er möchte. Es ist eine Möglichkeit, so mit dem Gesehenen umzugehen. Viele Wege führen nach Rom…Es sind alles Glaubensrichtungen, auch die Wissenschaft an sich. Alles entwickelt sich weiter und wer an das eine oder andere glaubt, der soll es tun.

 

 

Nun noch ein Nachtrag zu „The next Uri Geller“ – wie bist du damals zu dieser Show gekommen?

 

 

W: Irgendjemand muss darauf aufmerksam geworden sein auf das, was ich tue – so wurde ich angefragt, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Warum nicht?! Ich wollte dort eine Botschaft vermitteln und jedem zeigen: Das Wunder bist du!

 

 

Du hast eine große Fanbase durch die Sendung aufbauen können – hättest du mit soviel positiven Reaktionen gerechnet?

 

 

W: Ich war ehrlich gesagt überrascht! Eigentlich sah ich mich unter denen, die als erste rausfliegen. Es hat mich interessiert, wie die Show an sich abläuft, vor und hinter den Kulissen. Ich habe das gezeigt, was ich empfinde und es so weitergegeben.

 

 

Wie bekamst du die Ideen für deine Performances?

 

 

W: Vorwiegend geht es darum, wie man ein Gefühl oder ein Erlebnis visuell auf der Bühne umsetzt. Das Problem ist, dass man heutzutage weder ein Geruchs- noch ein Empfindungs-TV hat, da wäre es leichter, die Menschen mit allen Sinnen anzusprechen. So kam es immer darauf an, welchen Weg man wählt, um die Menschen dort zu treffen, wo sie ihre Empfindungen haben, nämlich in ihrem Innersten, im Herzen. Es ist als ob man ein 3D Bild in einem 2D Bild darstellen möchte – also eine ganz schön große Herausforderung!

 

 

Dass Waayatan noch viele weitere Projekte in Planung hat, wird besonders seinen großen Fankreis erfreuen!

 

So gibt es an dieser Stelle bald Neues zu verkünden über den „Mentalisten der Herzen“: Waayatan!

 

 

Text: Franziska Maier

 

Fotos zur Verfügung gestellt von Waayatan (Sven Combs)

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der “bdfj” Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V.

> Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

> Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung…)