A-ha is back – Das Comeback der 80er Jahre Ikonen

A-ha is back – Standing Ovations bei ihrer “Cast in steel” Tour 2016

aha

Passend zum 30jährigen Bühnenjubiläum verkündeten die drei Norweger Morten Harket, Magne Furuholmen und Pal Waaktaar-Savoy, besser bekannt unter dem Bandnamen A-ha, ihr großes Comeback.

10 Alben, unzählige Auszeichnungen und Preise sowie einprägsame Hits – die Mittfünfziger können auf ein wahrlich erfolgreiches Künstlerleben zurückblicken. Und dennoch gab es die ein oder anderen Höhen und Tiefen in ihrer Karriere. So kam es bereits 1997 zu einer kreativen Schaffenspause und 2010 sogar zur endgültigen Auflösung der Gruppe.

Doch wer A-ha kennt, der weiß, dass es insgesamt nie allzu lange dauert, ehe sich die Herren wieder zu einer Wiedervereinigung bewegen lassen.

Auf ihrer aktuellen Jubiläumstour, die sie unter anderem auch in die fast ausverkaufte Hanns-Martin-Schleyerhalle nach Stuttgart führte, lassen sie nochmals ihre größten Hits Revue passieren.

Die Trackliste liest sich wie ein who is who ihrer Hits. Jedoch werden die erfolgreichsten Klassiker bis zum Ende aufgespart – so bildet “Take on me” den krönenden Abschluss und wird erst als Zugabe gespielt. Ebenfalls “The sun always shines on tv” oder der James Bond Song “The living daylight”, bei dem das Publikum den imposanten Chor bildet und von der grandiosen Live Band begleitet wird.

“Hunting high and low”, “Crying in the rain”, “Scroundel days”, “Stay on these roads” – A-ha beherrschen die ruhigen als auch die rockigen Töne. Dabei kommt Morten Harkets Stimme wie einst in den 80ern noch hervorragend zur Geltung – die Höhen trifft er klar und sicher. Der 56jährige ist zwar auf der Bühne eher ein ruhiger Part, der die Hauptmoderation lieber seinem Kollegen Magne Furuholmen überlässt, doch der Schönling der 80ies ist immer noch der eindeutige Publikumsmagnet.

Das Bühnenbild mutet futuristisch an, große Leinwände projizieren die Band und geben somit den Zuschauern der hinteren Reihen und Ränge die Möglichkeit, einen genauere Blick auf sie zu werfen. Außerdem werden noch passende Lichteffekte eingespielt oder bei “The sun always shines on tv” sowie “Take on me”eine Anspielung an die damaligen 80er Jahre Videos. Auf weitere Special effects, wie Rauchschwaden und große Lasershoweffekte wird wohl bewusst verzichtet – das Publikum vermisst diese auch nicht, da sie ihre Herren genießen, ebenso die Live Atmosphäre. Rein altersmäßig ist in der Schleyerhalle fast alles vertreten, A-has Fans “wuchsen” mit, haben teilweise schon selbst wieder Kinder, die sie zu den Konzerten mitnehmen. Das Schöne ist, dass die Musik mitreißt und alle anspricht, ob Pianoklänge, härtere Gitarrenriffs oder harmonischer Chorgesang. Das Konzertfeeling stimmt, an Menschlichkeit von Seiten der Band hapert es jedoch noch ein wenig – einzig Magne Furuholmen, der noch mit seinen Ansagen ein paar Lacher und Zwischenapplaus erntet. Mortens wenige Worte werden ebenfalls mit Applaus quittiert und Pal Waaktaar besticht eher durch sein Gitarrenspiel als durch Ansprachen. Wer allerdings ein wahrer Fan ist, der kennt die Bandcharaktere gut und kann dies auch genau einschätzen – als störend wird die etwas in den Hintergrund gerückte Kommunikation mit dem Publikum nicht empfunden, denn schließlich geht es um die Musik! Und die ist so gut wie eh und je.

Bleibt  zu hoffen, dass sich A-ha noch weiterhin verstehen und die Fans mit derartigen Live Shows erfreuen!

Foto: a-ha.com

 

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)