Vom Winterspeck zur Sommerfigur

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
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Bald ist wieder Sommerzeit und fast jeder träumt von einer perfekten Strandfigur. Oftmals stehen bei der Umsetzung diverse Problemzonen im weg wie Beine, Po oder Arme. Ganz besonders hartnäckig und unbeliebt ist der Bauch.

Aber wieso ist gerade das Bauchfett so hartnäckig und unnachgiebig?

Um die beliebte Sommerfigur zu erreichen sollte man sich erst einmal von Crashdiäten und super schnellen 10 Wochenprogrammen verabschieden, denn so schnell wie die Kilos gegangen sind, kommen sie oft auch wieder.

Dauerhafte Ergebnisse kann man am Besten mit einer angepassten Ernährung und abwechslungsreichem Sport erhalten.

Gut zu wissen: Körperfett kann man nicht gezielt nur an einer Stelle verbrennen, man muss den kompletten Stoffwechsel in Schwung bringen. Häufig raten Experten die Bewegung im Alltag zu steigern indem man mehr Treppen läuft, mehr spazieren geht oder mit dem Rad zur Arbeit fährt. Oftmals lässt sich dass so einfach nicht umsetzen oder reicht einfach nicht aus um an die hartnäckigen Reserven zu gehen.

In der Trainingslehre gilt eine Stunde Sport pro Woche lediglich als Erhaltungsgymnastik des aktuellen Zustands, um hier etwas zu verbessern muss man schon etwas mehr tun.

 

Bauchfett verstehen

(Quelle: www.deavita.com)
(Quelle: www.deavita.com)

Fett wird im Körper als Reserve für schlechte Zeiten aufgespart, alles was der Körper nicht sofort verbraucht wird fleißig in den Polstern eingelagert. Immerhin 70 Prozent unserer Ernährung beeinflussen das Körperfett. Zusätzlich wirken sich hormonelle Schwankungen und Stress auf unseren Körper aus. Dabei verteilt sich das Fett bei Männern eher konzentriert in der Bauchregion, bei Frauen oftmals am Unterbauch bis zu Schenkeln und Hüften.

Bevor die Fettdepots an Bauch und Hüfte angegriffen werden, nutzt der Körper vorher die Energie aus den Muskeln, das Bauchfett wird erst im aller letzten Moment einer Hungerphase genutzt.

Da uns in der modernen Zeit solche extremen Hungerphasen aber fehlen, baut der Körper immer weiter zusätzliches Fett in den Reserven auf, statt es zu verbrauchen. Eine weitere schlechte Nachricht kommt noch dazu: Fettzellen werden immer nur entleert und lösen sich nicht komplett auf bei einer Diät.

 

Fett ist nicht gleich Fett

Es gibt verschiedene Arten Fett in unserem Körper, jedes hat verschiedene Aufgaben und Funktionen.

 

  • essentielles Fett

ist das lebensnotwendige Körperfett welches sich um und an unseren Organen anlagert.

 

  • viszerales Fett

lagert sich ebenfalls um die Organe an, hauptsächlich im Bauchraum, und dient als Schutz und Wärmeisolation.

Obwohl es einen wichtigen Zweck erfüllt kann das viszerale Bauchfett gefährlich werden und Herz-Kreislauferkrankungen, Insulinresistenz und Stoffwechselstörungen hervorrufen.

Der typische Bierbauch entsteht durch dieses Fett und ist wesentlich stoffwechselaktiver als Unterhautfettgewebe. Durch Stress, Bewegungsmangel und schlechte Ernährung führt dieses Fett auch noch zu einem schlechten Blutbild.

 

  • subkutanes Fett

sitzt direkt unter der Haut und macht circa 60 Prozent unseres Gesamtkörperfettes aus. Es dient als Energiespeicher für schlechte Zeiten und ist viel träger als viszerales Fett. Gerade bei Frauen ist es meist hartnäckiger als bei Männern, kann aber durch Bewegung und Ernährung günstig beeinflusst werden.

 

(Quelle: www.gruber-ernaehrung.ch)
(Quelle: www.gruber-ernaehrung.ch)

Um abzunehmen sollte man einige Dinge im Alltag verändern, um so die Problemzonen anzugreifen. Damit es auch wirklich funktioniert, hier die häufigsten Fehler beim Kampf um den perfekten Bauch.

 

  1. Zucker

Ist die häufigste Ursache für scheiternde Diäten, egal ob im Essen oder Getränken wie Limonaden und Energy Drinks. Auch Alkoholgenuss spielt hier eine wichtige Rolle, denn auch hier ist viel Zucker enthalten. Zudem stecken in den meisten Lebensmitteln auch zusätzliche Konservierungsstoffe die den Stoffwechsel träge machen und ein Abnehmen erschweren. Zu Beginn einer Diät wird daher empfohlen den Körper auch zu entschlacken.

 

  1. Schlafmangel

Fünf Stunden oder weniger Schlaf pro Nacht fördern die Produktion des Hormons Ghrelin, welches für einen erhöhten Appetit und weniger Sättigungsgefühl verantwortlich ist. Alkoholgenuss spielt hier ebenfalls wieder eine große Rolle. Denn im Schlaf wird nach einer langen Party zuerst der Alkohol im Blut abgebaut bevor der Körper überschüssiges Fett verbrennen kann. Wer also dauerhaft zu wenig schläft und hin und wieder gerne ein Gläschen trinkt, muss mit einer verminderten Stoffwechselaktivität rechnen.

 

  1. Salz

Kommt häufig in unserem Essen vor und sorgt dafür dass man sich aufgebläht fühlt, denn Salz entzieht dem Blut Wasser und lagert dieses in der Haut ein.

Kochsalz welches am häufigsten von der Industrie genutzt wird, wurde chemisch gereinigt und enthält keinerlei Spurenelemente, ist dafür aber meistens mit Fluorid und Aluminium versetzt. Die bessere Alternative ist hier Himalayasalz oder Meersalz.

 

  1. weizenhaltige Lebensmittel

Sind in unseren Küchen weit verbreitet und sorgen in großen Mengen für eine Gewichtszunahme und ein aufgeblähtes Körpergefühl. Da dass preiswerte Weizenmehl keine Ballaststoffe und Nährstoffe enthält, kann unser Körper diese einfachen Kohlenhydrate schnell verstoffwechseln. Dass führt in kürzester Zeit zu einem Anstieg des Insulinspiegels, der genauso schnell wieder absinkt und so Heißhungerattacken auslöst. Hier lohnt es sich eher auf Vollkornprodukte umzusteigen, diese sind gesünder und halten den Blutzuckerspiegel stabil.

 

  1. Stress

Ist ein täglicher Begleiter, gefolgt von Leistungsdruck, Zeitmangel und Ängsten im Alltag. All das führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Cortisol, einem Stresshormon, welches dauerhaft auch Heißhungerattacken auslösen kann.

Hier lohnt es sich einfach mal zu entspannen und dem Körper etwas Ruhe zu gönnen.

 

 

Auf dem Weg zu einer dauerhaften, schönen Sommerfigur lohnt es sich zuerst mit kleinen Schritten anzufangen und den Lebensstil nach und nach anzupassen. Außerdem sollte man sich Zeit lassen und entspannt an das Projekt Strandfigur ran gehen. Mit diesen einfachen Tipps kann man die einzelnen Problemzonen besser verstehen und bearbeiten.

Im nächsten Teil unserer vierteiligen Serie „Vom Winterspeck zur Sommerfigur“ erfahrt ihr die besten Übungen für einen straffen Bauch.

Sabine Boehm

Sabine Boehm

Verantwortliche für Flashing-Light Mitglied bei der DFJV (Deutscher Fachjournalisten-Verband AG) Kontakt: Sabine.Boehm@flashing-light.de Flashing Light ist eine rein ehrenamtliche Seite, keiner der Blogger übt diese Tätigkeit hauptberuflich aus. Es handelt sich um eine unentgeltliche Beschäftigung. Dies betrifft ebenfalls die Verantwortlichen und Webmaster!