Hautschutz im Sommer

Tan woman applying sun protection lotion
(Quelle: www.quickenloands.com)

Optimaler Hautschutz ist gerade im Sommer ein wichtiges Thema, welches oftmals unterschätzt oder gar nicht berücksichtigt wird.  Schnell kann so der Strandurlaub unangenehme Folgen haben, die sich auch später noch bemerkbar machen. Aber wie kann man sich vor Sonnenbrand, Hautalterung und Co. am besten schützen? Und was sind eigentlich UVA- und UVB Strahlen?

Wir haben ein paar Antworten auf die Fragen des Sommers 🙂

 

Sonnenbrand – akute Lichtdermatose

netdoktor
(Quelle: www.netdoktor.de)

Als Sonnenbrand oder akute Lichtdermatose, werden durch UV-Strahlung hervorgerufene Schäden der Haut bezeichnet. Typische Symptome sind Rötungen, Schwellungen, teilweise juckende aber auch schmerzhafte Haut, bis hin zu Blasenbildung. Kommen zu diesen Symptomen auch noch Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost hinzu, hat man nicht nur einen Sonnenbrand sondern zusätzlich auch einen Sonnenstich. In diesem Fall sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren, um die Symptome zu lindern und eine weitere Gefährdung auszuschließen.

Hält man sich zu lange, ungeschützt in der Sonne auf, kann der Körper die entstandenen Schäden nicht mehr selbst reparieren. Dadurch können die UV-Strahlen in tiefere Hautschichten gelangen, in denen dann Entzündungsstoffe ausgeschüttet werden.

Problematisch sind Sonnenschäden insbesondere deshalb weil sich die Symptome nicht sofort bemerkbar machen, sondern oftmals erst viel später auftreten. Je nach Schweregrad des Sonnenbrandes kann man hier zwischen Verbrennungen ersten und zweiten Grades unterscheiden.

 

Sonnenbrand und Hautkrebs

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(Quelle: www.lifeline.de)

Jeder Sonnenbrand hinterlässt Schäden, auch wenn man diese nicht immer sehen kann. Abhängig von  Dauer und Schweregrad der UV-Einstrahlung, kann es hier neben starker Faltenbildung, auch zu Schäden an der DNA kommen. Funktioniert der Regenerationsmechanismus der Haut nicht mehr, kommt es zu Zellmutationen die sich später zu Hautkrebs entwickeln können.

Gerade Kinder und ältere Menschen sind hier besonders gefährdet, ihre Haut ist besonders dünn und empfindlich, sodass hier erhöhter Schutz benötigt wird.

 

Unterschiede zwischen UVA- und UVB Strahlung

just.ch
(Quelle: www.just.ch)
  • UVA- Strahlung (320-400nm)

Sie erreicht die tiefliegenden Hautschichten, bis zum Bindegewebe und ist somit für eine vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Durch UVA-Strahlen verdunkeln sich die vorhandenen Hautpigmente und lassen so die allseits beliebte Sonnenbräune entstehen, allerdings sind die entstehenden Schäden erst Jahre später zu sehen. Dann kommt es zu vorzeitiger Hautalterung, Pigmentierungstörungen, schwacher Immunabwehr, Sonnenallergien und teils auch Hautkrebs. Das tückische an UVA-Strahlung: sie kann sowohl Wolken als auch Glas durchdringen und ist somit auch das restliche Jahr über präsent, deswegen sollte man auch zu anderen Jahreszeiten auf den Hautschutz achten.

  • UVB- Strahlung (280-320nm)

Sie sind kurzwelliger und energiereicher als UVA-Strahlung,  erreichen die oberen Hautschichten und sind sowohl für Sonnenbrand als auch Hautkrebs verantwortlich.

Auch UVB-Strahlen sorgen für eine angenehme Sonnenbräune, können die obersten Hautzellen aber massiv schädigen. Denn durch übermäßige Bestrahlung entsteht eine Verdickung der Hornschicht, die sogenannte Lichtschwiele, sie schützt die Haut teilweise vor Strahlung. Allerdings dauert es Tage bis dieser Mechanismus der Haut einsetzt, weswegen ein zusätzlicher Sonnenschutz unverzichtbar ist.

UV-Strahlung grenzt im Strahlenbereich an Röntgen- und Gammastrahlung! Also : sobald die ersten Sonnenstrahlen zu sehen sind, immer die passende Sonnencreme parat haben.

 

Der richtige Sonnenschutz

(Quelle: www.emil-kiesling.de)
(Quelle: www.emil-kiesling.de)

Egal ob mineralischer oder synthetischer Hautschutz, in jedem Fall sollte dieser auf Hauttyp angestimmt sein. Außerdem sollte man auf die richtige Pflege nach dem Sonnenbad achten und keine alten Cremes aus dem Vorjahr verwenden. Kinder brauchen besonders hohen Schutz, der extra auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sein sollte.

 

Mineralischer oder synthetischer Hautschutz

biocompany.de
(Quelle: www.biocompany.de)
  • mineralischer Sonnenschutz

Mineralischer Hautschutz enthält keine synthetischen UV-Filter und ist für alle geeignet die entweder darauf verzichten wollen oder allergisch reagieren. Sie reflektieren und streuen die UV-Strahlung. Meistens werden Titandioxid oder Zinkoxid verwendet, diese bilden dann einen weißen Schutzfilm auf der Haut.

  • synthetischer Sonnenschutz

Synthetischer Sonnenschutz absorbiert die UV-Strahlung und wandelt diese in Wärmestrahlen um. Hierbei entstehen Zerfallsprodukte die von der haut aufgenommen werden. Gerade Allergiker oder empfindliche Menschen sehen sich hier mit Problemen wie Hautreizungen konfrontiert. Ebenfalls problematisch ist der Gehalt des Erdöls in herkömmlichen Sonnencremes, denn Erdöl bildet ein preiswerte und einfache Basis für Sonnenschutz.

 

Sonnenbrand richtig behandeln

(Quelle:www.barcoo.com)
(Quelle:www.barcoo.com)

Bei einem leichten Sonnenbrand kann man mit entsprechender Pflege durch Lotions und heilende Cremes noch etwas erreichen. Auch kühlende Packungen oder Umschläge können entspannend und angenehm wirken. Handelt es sich jedoch um starke Verbrennungen mit Blasenbildung sollte man dringend einen Arzt aufsuchen. Dieser kann dann mit entzündungshemmenden Medikamenten und Cremes Linderung verschaffen. Kinder sollten in jedem Fall untersucht werden, da ihre Haut besonders gefährdet ist.

Damit es gar nicht erst zu einem Sonnenbrand kommt sollte man immer vorher vorsorgen, durch entsprechende Kleidung und Kopfbedeckungen, Sonnencremes und ausreichend Schatten. Dann kann dem Urlaub auch nichts mehr im Wege stehen.

Sabine Boehm

Sabine Boehm

Verantwortliche für Flashing-Light

Mitglied bei der DFJV (Deutscher Fachjournalisten-Verband AG)
Kontakt: Sabine.Boehm@flashing-light.de

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