Neon – the living 80s

Neon – the living 80s – jetzt wird´s bunt im Friedrichsbau Varieté Stuttgart

Neue Show Neon – welcome to the eighties.

Dauerwelle, Schulterpolster, Zauberwürfel und natürlich NEONfarben! Wer erinnert sich nicht gern an die Trends der 80er Jahre. Dazu noch Serien, wie „Dallas“ oder der „Denver Clan“, die Aerobic Welle oder all die Ikonen der Pop Musik, die in den 80er Jahren ihren Ursprung haben.

Betritt man das Foyer des Friedrichsbau Varietés, so hört man direkt Michael Jacksons Stimme aus den Lautsprechern – gefolgt von Bon Jovi, Madonna und Co. Das Who is who der 80er Jahre Stars ist präsenter denn je und das nicht nur als Hintergrundmusik, sondern auch direkt in die Show integriert.

NEON – der Name ist Programm. Das Bühnenbild zeigt geometrische Formen auf, die in pink, neongelb und neongrün erstrahlen und Sängerin Karina Klüber weckt mit ihren musikalischen Parts Erinnerungen aus einem ganz besonderen Jahrzehnt. Die blondgelockte Berlinerin deckt ein breites Spektrum ab, von Madonna, über Flashdance, Cyndi Lauper, bis hin zu Rockballaden, wie den „Coca Cola Song first time“ oder zu guter Letzt den „Neue Deutsche Welle Klassiker: 99 Luftballons“ von Nena. Passend mit glitzernden Kleidern, engen Leggins und Stirnband ausstaffiert, wirkt die Sängerin wie ein weiblicher Conférencier des Abends, der nicht durch Moderation, sondern durch Musikalität die einzelnen Showacts des Abends verbindet. Manchmal ist jedoch die Musik etwas übersteuert und die Stimme Klübers erscheint etwas schrill. Doch die leisen Töne beherrscht sie und verzaubert damit die Zuschauer.

Insbesondere das männliche Publikum dürfte auch beim Anblick der Australierin Pippa verzaubert sein. Rockig gekleidet, lässt sie lasziv ihren Körper mit unzähligen Hula Hoop Reifen schwingen. Die Rothaarige besticht aber auch als blondierte Madonna Parodie (mit Perücke), gekleidet wie bei „Like a a virgin“, die ihren Hund so perfekt dressiert hat, dass dieser sogar mit Zuschauern Kunststücke vollführt.

Doch auch für die Damen wird optisch und artistisch viel geboten.

Maxime Poulin aus Kanada hat mit seinem Kunstrad nur eines im Sinn: Die Damenwelt zu bezirzen. Da gibt es nur einen kleinen Haken…der Kanadier wirkt etwas, na sagen wir „schräg“, mit wirrem Blick und starrem Gesichtsausdruck, ist seine Rolle zuerst einmal nicht ganz klar. Ist es ein Komödiant, ein ernstzunehmender Künstler? Ein Artist? Poulin liebt das Spiel mit dem Publikum sowie es zu verwirren. Wenn er sich mindestens 5 Hemden und Hosen vom Leib reißt, dann ist das grotesk und dennoch so humorvoll, dass man es mit Applaus quittiert. Das Kunstrad beherrscht er und sorgt auch hier für spektakuläre Showeinlagen.

Etwas düsterer und dennoch humorvoll wird es bei Alex Black. Der aus Russland stammende Black zeigt Screen Magic, eine form der Magie, die man bisher nur aus dem Fernsehen kennt. Dabei verwendet er eine große Leinwand, die ihn mit Effekten durch ein virtuelles Videospiel führt. Blakc agiert vor und sogar auf der Leinwand. Er zaubert Gegenstände von der Leinwand in die reale Welt und kämpft mit virtuellen Gegnern. Ein spannendes und faszinierendes Erlebnis. Doch auch mit seinen Kollegen Elizaveta Semenova, Maria Azovtseva und Vladimir Malyakin zeigt er, dass er über Tanztalent und Comedy Magic verfügt.

Comedy, so könnte man auch eine kurzweilige und temporeiche Nummer des Duos Balkanica aus Spanien und der Ukraine bezeichnen. Handakrobatik sowie Slapstick, das Duo zeigt, dass man Kraft und Humor perfekt verbinden kann.

Pranay aus Berlin hingegen ist Meister des Diabolo, obwohl der junge Frankfurter nie eine Zirkusschule besuchte, verfügt er über immenses Geschick und herausragendes Talen mit den Diabolos.

 

Sergey Timofeev schlägt wiederum ruhigere Töne an und zeigt, dass man auf einem überdimensional großen Zauberwürfel auch in der Lage ist, Handstände zu machen und darauf zu balancieren. Equilibristik und Kontorsion sind seine Spezialgebiete, die er harmonisch auf den Zauberwürfel abstimmt.

Zu guter Letzt sei noch der Berliner Oscar Kaufmann zu erwähnen, der optisch perfekt in eine Boyband der 90er Jahre passen würde, doch mit seinem Cyr-Wheel, einem menschengroßen Rad, kreist er wie ein überirdisches Wesen und setzt es zum Queen Klassiker „i want it all“ kraftvoll und auch sanft in Szene.

Lassen Sie die legendären 80er Jahre wieder aufleben – mit all den Erinnerungen, der Musik sowie den Farben dieses Jahrzehnts.

Neon – eine Show, die einfach gute Laune macht und begeistert!

Neue Show Neon – welcome to the eighties.

Bericht: Franziska Maier

Fotos: Andreas Durm

Franziska Maier

Franziska Maier

> Offizielles Mitglied der "bdfj" Bundesvereinigung der Fachjournalisten e.V. > Studium der Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und ev. Theologie* Beruf der Realschullehrerin (inkl. des Amtes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) > Journalistische Tätigkeit bei diversen Magazinen (Veröffentlichung von Artikeln u.a. bei Da Capo, Thats Musical, Blickpunkt Musical, Esslinger Zeitung...)