You can´t stop the beat – Mitreißender Tourauftakt von Hairspray in Düsseldorf

Standing Ovation nicht nur für die Stars Uwe Kröger, IsabelVarell  und Beatrice Reece

Das Musical erzählt die Geschichte von  der molligen Tracy Turnblad ( Beatrice Reece) die im Baltimore des Jahres 1962, die davon träumt, als bekannter TV Star die Welt zu verändern. Das Musical hat durchaus einen sozialkritischen roten Faden, denn die Produzentin Velma von Tussle (Isabel Varell) hält am Schönheitsideal : Weiß und  schlank fest. Während  Tracy die Vison hat, das jeder, auch Mollige und Schwarze, die gleichen Chancen haben sollten.
Dass sie ihre Lebensfreude und den Glauben an sich nie verliert, verdankt sie auch Vater Wilbur (Claudius Freyer).

Ihre schrille und doch ängstlich um die Tochter besorgte Mutter Edna wird von Musicalstar Uwe Kröger verkörpert. Ihm, den man eher aus ernsten Rollen wie Maxim de Winter (Rebecca) oder als Tod (Elizabeth) kennt, gelingt es, mit Stimm- und Körpereinsatz und einem nicht kleinen Anteil an Selbstironie, den schmalen Grat zwischen guter Komödie und Slaptstick nicht zu überschreiten.

Isabel Varell zeigt als zickige Velma, dass sie mehr kann, als im Schatten ihrer berühmteren Schlagerkolleginnen zu stehen und  nicht nur im TV sondern auch auf der Bühne beeindrucken kann.

Der Abend verdankt aber nicht zuletzt auch Beatrice Reece´s Tracy seine Leichtigkeit und Erfolg. Die junge Künstlerin, die die Tracy bereits am Staatstheater Braunschweig spielte, fesselt vom ersten Ton an.  Auch gelingt es ihr, dass das Publikum sich in ihr und den Facetten ihrer Gefühle wider erkennt und so das ganze Stück über mitfiebert, das sie es schafft ihren Traum zu verwirklichen.

Doch das gesamte Ensemble bewies: „You can´t stop the beat!“
Denn es hält am Ende niemanden mehr auf seinem Platz. Begeistert feierte der ganze Saal unabhängig von Alter, Hautfarbe und Statur, die fantastische Cast mit Standing Ovations.

Welch ein gelungener Musicalabend! Diese hochkarätig besetzte Produktion, diese Zeitreise in die eigene Kindheit oder die der Eltern und Großeltern straft alle Lügen, die Tourproduktionen perse für „schlecht“ halten! Hier ist sie, die Ausnahme von der Regel!

 

Fotos: AixELens.de